Der Popstar unter den Heiligen: Franziskus von Assisi starb am 3. Oktober 1226

Auf den Tag genau 800 Jahre nach dem Tod von Franziskus von Assisi widmet ARTE dem sympathischen "Grenzgänger" der christlichen Kirche eine umfangreiche Dokumentation.
Elisa Eberle |
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Franz von Assisi starb vor 800 Jahren. Zu diesem Anlass blickt ARTE nun auf sein besonderes Leben zurück.
sedmak/IStock 4 Franz von Assisi starb vor 800 Jahren. Zu diesem Anlass blickt ARTE nun auf sein besonderes Leben zurück.
Als im Frühjahr 2026 die Gebeine von Franz von Assisi erstmals ausgestellt werden, lassen sich das Geistliche wie die Franziskaner-Schwester Ida Vorel nicht entgehen.
ARTE/Ralf Gemmecke/Tellux Dresden 4 Als im Frühjahr 2026 die Gebeine von Franz von Assisi erstmals ausgestellt werden, lassen sich das Geistliche wie die Franziskaner-Schwester Ida Vorel nicht entgehen.
Der Franziskanerbruder Thomas Freidel führt durch das berühmte Kloster Sacro Convento in Assisi.
ARTE/Ralf Gemmecke/Tellux Dresden 4 Der Franziskanerbruder Thomas Freidel führt durch das berühmte Kloster Sacro Convento in Assisi.
In der Einsiedelei in Greccio feierte Franziskus einst Weihnachten.
ARTE/Ralf Gemmecke/Tellux Dresden 4 In der Einsiedelei in Greccio feierte Franziskus einst Weihnachten.

Er gilt als der "Popstar" unter den christlichen Heiligen: Franziskus von Assisi starb am 3. Oktober 1226 im Alter von 44 oder 45 Jahren in seiner Heimatstadt in Mittelitalien. Nun, zu seinem 800. Todestag blickt ARTE in einer neuen Dokumentation auf das bewegte Leben und Wirken des Sympathieträgers zurück. Die Dokumentation "Franz von Assisi - Der Grenzgänger" von Stefan Ludwig beginnt im Frühjahr 2026 in Assisi: erstmals in der Geschichte erlaubt der Vatikan die Öffnung des Grabs von Franziskus und die Ausstellung seiner Gebeine. Rund 370.000 Pilgerinnen und Pilger aus der ganzen Welt lassen sich dieses besondere Ereignis nicht entgehen.

Weitere Dokus zum Glauben

Doch was ist es, das die Menschen bis heute an ihm so fasziniert? Zu Wort in dem rund 90-minütigen Film kommen Geistliche wie die Franziskaner-Schwester Ida Vorel und Experten wie der Kirchenhistoriker Volker Leppin. Auch wird der Lebensweg des 1181 oder 1182 geborenen Sohns aus reichem Haus nachgezeichnet: Wie kam es, dass er öffentlich dem Besitz abschwor, sich mit Ausgestoßene solidarisierte und freiwillig das Leben eines Bettlers führte? Auch fragt der Film, wie Franz von Assisi die großen gesellschaftlichen Veränderungen des 13. Jahrhunderts, wie etwa den Aufstieg des Frühkapitalismus oder die Kreuzzüge erlebte.

Der Glaube steht auch im weiteren Programmablauf am Tag der Deutschen Einheit im Zentrum: Die dreiteilige Doku-Reihe "Woran wir glauben" (ab 21.40 Uhr) von Jobst Knigge, Cristina Trebbi und Susanne Utzt erzählt von alten Ritualen und modernen Sinnkrisen auf der ganzen Welt. Zu Wort kommen unter anderem ein ukrainischer Militärseelsorger, ein jüdischer Philosoph und eine Neo-Druidin.

Den Abschluss des Abends bildet Georg Friedrich Händels musikalische Interpretation der christlichen Heilsgeschichte: Sein berühmtes Oratorium "Messiah" ist als Mitschnitt vom Osterfestival von Aix-en-Provence, dirigiert von Laurence Equilbey um 0.25 Uhr zu sehen und zu hören.

Franz von Assisi - Der Grenzgänger - Sa. 03.10. - ARTE: 20.15 Uhr

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