Commonwealth Day: König Charles' eindringliche Botschaft an die Welt

König Charles III. richtet zum Commonwealth Day eine eindringliche Botschaft an die Welt: In Zeiten von Krieg und Klimawandel soll der Staatenverbund als "Kraft des Guten" zusammenstehen.
von  (mia/spot)
König Charles ruft zu Einheit auf.
König Charles ruft zu Einheit auf. © imago/ZUMA Press Wire / Thomas Krych

Krieg in der Ukraine, Konflikte im Nahen Osten, Klimawandel - die Weltlage ist ernst, und König Charles III. (77) lässt das nicht unkommentiert. Zum Commonwealth Day am Montag, den 9. März, wendet er sich mit einer ungewöhnlich deutlichen Botschaft an die 56 Mitgliedstaaten des Staatenverbundes. Der König appelliert, den Commonwealth als "Kraft des Guten" in einer zunehmend instabilen Welt zu stärken.

In einem bereits am Samstag, den 7. März, vorab veröffentlichten Auszug seiner Rede heißt es: "Wir kommen an diesem Commonwealth Day in einer Zeit großer Herausforderungen und großer Möglichkeiten zusammen. In unserer Welt sehen sich Gemeinschaften und Nationen zunehmendem Druck durch Konflikte, den Klimawandel und rasante Transformationen ausgesetzt. Und doch zeigt sich gerade in solch schwierigen Momenten der beständige Geist des Commonwealth am deutlichsten."

Ein Bündnis mit gemeinsamer Zukunft

Charles' Worte klingen in diesen Tagen besonders eindringlich. Der Ukraine-Krieg geht in sein fünftes Jahr, und im Nahen Osten dauern die militärischen Auseinandersetzungen an. In dieser Gemengelage setzt der britische Monarch bewusst auf das Symbol des Commonwealth - ein Netzwerk, das Staaten von Kanada über Indien bis nach Kenia und Jamaika verbindet.

Am Montag werden König Charles und andere Mitglieder der königlichen Familie - darunter Königin Camilla (78), Prinzessin Kate (44) und Prinz William (43) - eine rund 1.800 Personen starke Gemeinde in der Westminster Abbey in London anführen. Der jährliche Gottesdienst steht traditionell für das einigende Ideal des Commonwealth.

Belastete Familie, voller Terminkalender

Der feierliche Anlass fällt in eine besonders angespannte Phase für das britische Königshaus. König Charles selbst wird weiterhin wegen einer nicht näher benannten Krebserkrankung behandelt. Gleichzeitig kämpft die Familie mit den Nachwirkungen der Affäre um Andrew Mountbatten-Windsor: Der im Februar verhaftete frühere Prinz und seine Exfrau Sarah Ferguson stehen wegen Verbindungen zum verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein unter Dauerbeschuss. Ihre gemeinsamen Töchter, Prinzessin Beatrice (37) und Prinzessin Eugenie (35), sollen laut einem Bericht vom 1. März nicht zum Pferderennen Royal Ascot im Juni eingeladen werden - ein deutliches Signal des Palastes.

Trotz dieser familiären Turbulenzen zeigt König Charles keine Anzeichen, sein öffentliches Engagement zu reduzieren. In den kommenden Wochen empfängt er den nigerianischen Präsidenten und dessen Frau zu einem Staatsbesuch. Darüber hinaus ist laut Berichten für den Frühling eine kurze Reise in die USA geplant.

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