Bundeskanzler Merz möchte eine Frau als Bundespräsidentin

Bekommt Frank-Walter Steinmeier einen Nachfolger oder eine Nachfolgerin? Bundeskanzler Friedrich Merz hat sich erstmals ausdrücklich für eine Frau ausgesprochen.
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Friedrich Merz (r.) hat am Montag erklärt, dass er gerne eine Frau als Nachfolgerin von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hätte.
Friedrich Merz (r.) hat am Montag erklärt, dass er gerne eine Frau als Nachfolgerin von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hätte. © imago images/Future Image/Bernd Elmenthaler

Anfang kommenden Jahres, am 30. Januar, soll die Neuwahl für das Bundespräsidentenamt stattfinden. Was bislang in Sachen Personalie feststeht, ist nur, dass Frank-Walter Steinmeier (70) nach zwei Amtszeiten nicht mehr kandidieren kann. Nach aktuellem Stand könnte Deutschland 2027 wohl seine erste Bundespräsidentin bekommen.

Wie Bundeskanzler Friedrich Merz (70) jetzt durchblicken lässt, möchte er sich für eine Frau als Kandidatin einsetzen. "Ich werde der Partei eine gemeinsame Kandidatin vorschlagen, eine Kandidatin der politischen Mitte", hat der Kanzler jetzt erklärt. Das berichtet unter anderem der "Spiegel" unter Berufung auf Teilnehmer einer CDU-Sitzung am Montag. Merz sei "festgelegt in der Frage, dass es eine Frau werden muss".

Womöglich Ilse Aigner als Kandidatin

Einzelheiten zu der möglichen Kandidatin sind bislang nicht bekannt. Er werde dem Vernehmen nach wohl in der kommenden Woche einen genauen Vorschlag unterbreiten, heißt es. Bereits vor Monaten hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (59) signalisiert, dass seine Parteikollegin Ilse Aigner (61) seine Unterstützung hätte.

Theoretisch können Vorschläge von allen Mitgliedern der Bundesversammlung gemacht werden, in der Regel einigen sich die vertretenen Parteien allerdings im Vorfeld auf eine Kandidatin oder einen Kandidaten. Laut dem Magazin sollen nach der nächsten Sitzung des CDU-Gremiums am kommenden Montag die Gespräche auf die SPD und die Grünen erweitert werden.

Die SPD stellt bislang keinen Kandidaten oder keine Kandidatin. Der SPD-Fraktionsvorsitzende Matthias Miersch (57) äußerte sich laut "Tagesschau" über Aigner als "überzeugte Demokratin, die klare Kante gegen Rechtsextremismus" zeigt und sich für demokratische Werte einsetzt.

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