Blutspende-Verbot für Schwule: Jochen Schropp findet's diskriminierend

"Promi Big Brother"-Moderator Jochen Schropp hat die Beschränkungen beim Blutspenden für homosexuelle Männer kritisiert. Schwule Männer dürfen aktuell erst nach zwölf Monaten ohne Sex Blut spenden.
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Jochen Schropp hatte 2018 in der Öffentlichkeit sein Coming-out.
Jochen Schropp hatte 2018 in der Öffentlichkeit sein Coming-out. © Henning Kaiser/dpa

"Als homosexueller Mann darf ich nur Blut spenden, wenn ich ein Jahr lang keinen Sex mit einem Mann habe", sagt Jochen Schropp (42) in "Bunte".

Jochen Schropp darf kein Blut spenden

Schropp, der sich im vergangenen Jahr mit seinem Lebenspartner verlobt hat, hält "das Blutspendeverbot für hochgradig diskriminierend".  Es grenze an Irrsinn, dass er selbst in einer monogamen Partnerschaft als Teil einer Risikogruppe eingestuft werde.

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Auch ESC-Gewinnerin Lena Meyer-Landrut empörte sich in der Vergangenheit schon darüber, dass schwule und bisexuelle Männer in Deutschland nur unter der ganz besonderen Bedingung Blut spenden dürfen.

Erst nach einem Jahr ohne Sex darf ein schwuler Mann Blut spenden

Ein striktes Blutspendeverbot für Homosexuelle galt bis 2017, weil Männer, die mit Männern Sex haben, ein deutlich höheres Risiko für Infektionskrankheiten als andere Gruppen tragen sollen. Mittlerweile hat die Bundesärztekammer eine Richtlinie erarbeitet, die das Blutspenden für Schwule und Bisexuelle zwar mittlerweile erlaubt, allerdings nur unter einer Voraussetzung: Die Männer dürfen mindestens ein Jahr lang keinen Geschlechtsverkehr gehabt haben - auch nicht mit dem eigenen Partner oder Ehemann. Dies ist in einem Fragebogen vor jeder Blutspende wahrheitsgetreu anzugeben.

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Wird die Blutspende-Vorschrift bald gelockert?

Im Juni 2021 berichtete "Watson" nach einer Antwort aus dem Bundesgesundheitsministerium, dass diese Beschränkung bald fallen könnte. Demnach sollen schwule Männer, die in einer festen Beziehung leben, künftig unter der Voraussetzung Blut spenden dürfen, dass sie seit mindestens vier Monaten nur noch mit ihrem Partner Sex hatten. Der FDP-Bundestagsabgeordneter und LGTBQ-Sprecher Jens Brandenburg nannte dies einen "kleinen, aber historischen Schritt in die richtige Richtung".

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