Biografie von David Garrett "strotzt vor Fehlern"

Die geplante Biografie über David Garrett sorgt für Negativ-Publicity: Laut Medienberichten soll Georg Bongartz, Garretts Vater, gegen das Werk klagen.
| (lp/spot)
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Die geplante Biografie über David Garrett sorgt für Negativ-Publicity: Laut Medienberichte soll Georg Bongartz, Garretts Vater, gegen das Werk klagen. Grund: Viele Aussagen, in denen Garretts Kindheit beschrieben wird, seien unwahr.

Berlin - Teufelsgeiger David Garrett (33) schwimmt momentan auf der absoluten Erfolgswelle: Mit seinem neuen Album und seiner Film-Hauptrolle als Paganini ist sein Name in aller Munde. Diesen Freitag sollte auch noch eine Biografie über ihn mit dem Titel "David Garrett - Die exklusive Biografie" erscheinen. Doch nun scheint es ungewiss, ob und wann dieses Werk überhaupt erscheinen kann: Garretts Vater, Georg Paul Bongartz, möchte bestimmte Aussagen darin verbieten lassen und hat einen der berühmtesten Medienanwälte, Christian Schertz, eingeschaltet.

Das brandneue Album von David Garrett ist ganz Paganini gewidmet. Die LP gibt es hier in der Deluxe Edition

Laut übereinstimmender Medienberichte stößt es Bongartz besonders sauer auf, dass in dem Buch behauptet wird, Garrett hätte als kleiner Junge täglich acht Stunden auf der Geige üben müssen. Bongartz selbst könne sich nur an vier erinnern. Außerdem bestreitet der Vater, dass sein berühmter Sohn als kleiner Junge nicht mit dem Game-Boy oder Gleichaltrigen spielen durfte. Ein Konzert habe Klein-David als Achtjähriger, anders als in dem biografischen Werk behauptet, nicht jede Woche sondern lediglich einmal pro Monat gegeben.

Weitere Unstimmigkeiten hat die "Süddeutsche Zeitung" aufgezählt. "Das Buch strotzt vor Fehlern und Falschbehauptungen. Das Buch ist schlecht recherchiert und weder von David Garrett noch sonst irgendjemandem autorisiert worden", wird Anwalt Christian Schertz von der "SZ" zitiert. Peinlich sei es auch, dass der Autor der Biografie, Johannes Rothenbaum, Garretts Vater so konsequent wie falsch als "Georg Peter Bongartz" bezeichne. Da sich Bongartz aufgrund der unwahren Behauptungen in seinen Persönlichkeitsrechten verletzt sieht, habe er eine Unterlassungserklärung angefordert. Diese sei laut Informationen des Blattes auch schon unterschrieben worden. Konsequenz: Das Buch muss von der Münchner Verlagsgruppe (MVG) zurückgezogen oder künftig in abgeänderter Form gedruckt werden.

Der Star-Violinist selbst hat sich zu dem ganzen Wirbel noch nicht geäußert, dafür aber Buchautor Rothenbaum, der sein Werk verteidigt. Er habe lediglich Garretts Kindheit auf Grundlage von dessen eigenen Aussagen in früheren Zeitungsinterviews rekonstruiert. "Natürlich kommt Garretts Vater nicht als Wunschvater weg. Aber der war er wohl auch einfach nicht", wird Rothenbaum von der "SZ" zitiert.

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