Barbara Meier: "Eifersucht kann ich mir gar nicht erlauben"

Bekannt wurde sie als Heidis Schönste 2007, doch das Modeln reicht ihr nicht: Immer öfter ist Barbara Meier als Schauspielerin zu sehen.
| (ili/spot)
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Berlin - Ihr Fernsehfilmdebüt gab Barbara Meier 2011 als Medium in dem Mystery-Thriller "Schreie der Vergessenen" - eine sehr passende Rolle für einen optisch eher außergewöhnlichen Typen, wie sie selbst sagt. Auf dem filmischen Gastspiel hat sich die 27-jährige Ambergerin, die schwerpunktmäßig noch als Model arbeitet, aber offenbar nicht ausgeruht. Denn am morgigen Donnerstag ist sie an der Seite von Christiane Hörbiger in deren Erfolgsformat "Immer wieder Henriette" (Das Erste, 20.15 Uhr) zu sehen.

Die Stars machen es vor: Rote Haare sind absolut in. Wer sich wissenschaftlich mit dieser Haarfarbe auseinandersetzen möchte, kann hier einen Blick in das Buch "Rote Haare: Ein Fluch und Segen: Stereotypisierende Bilder am Beispiel der Rothaarigen" werfen

Wie es war, mit einer solchen TV-Größe zu drehen, hat die rothaarige Schönheit der Nachrichtenagentur spot on news erzählt. Verraten hat sie auch, ob sie sich für eine Rolle ausziehen würde und ob blonde oder braune Haare eine Option für sie wären. Warum Eifersucht anders als bei ihrer Filmrolle absolut keine Option ist, das hat die begeisterte Marathonläuferin ebenfalls erklärt.

Frau Meier, wie haben Sie sich locker gemacht für den Dreh mit einem Star wir Christiane Hörbiger?

Barbara Meier: Respekt hatte ich auf jeden Fall, immerhin steht Frau Hörbiger seit über 50 Jahren vor der Kamera. Anfangs war ich auch ein wenig verunsichert, weil ich nicht genau wusste, was auf mich zukommt. Das konnte ich aber wunderbar in die Rolle einer eingeschüchterten jungen Frau einfließen lassen. Frau Hörbiger hat es mir aber auch leicht gemacht, diese Sorgen vom ersten Tag an wieder zu vergessen, sie hat mich sehr freundlich ins Team aufgenommen. Und obwohl sie wusste, dass ich Anfängerin bin, hatte sie sich mir gegenüber ebenfalls sehr respektvoll gezeigt.

Welches Erlebnis werden Sie nicht vergessen?

Meier: Meinen letzten Drehtag werde ich nicht vergessen. Als Frau Hörbiger darüber informiert worden ist, dass ich jetzt fertig bin und nach Hause fliege, hat sie mich angeschaut und gesagt: "Ach, das ist ja schade, dass Sie schon gehen!" Das war ein schöner Moment und mein persönliches Highlight.

Es geht auch um ein Eifersuchtsdrama. Wie gehen Sie mit Eifersucht um?

Meier: Ich kann mir Eifersucht gar nicht so sehr erlauben, weil ich immer entweder Wochenendbeziehungen hatte oder beruflich viel unterwegs war und bin. Das funktioniert nur mit ganz viel Vertrauen, was für mich auch die Grundlage jeder Beziehung ist. Wenn ich doch mal eifersüchtig wäre, würde ich wohl nicht reagieren wie Lena im Film, also keine laute Szene in aller Öffentlichkeit machen. Ich müsste eher darüber reden.

Hätten Sie gerne ein gemaltes Akt-Porträt von sich?

Meier: Das wäre nicht so mein Fall, weil ich gar nicht wüsste, was ich damit anfangen soll. Soll ich es mir in die Wohnung hängen und jeder Besuch muss es sich dann ansehen? Andererseits: Es nur für mich zu haben und es mir dann heimlich anzusehen, fände ich auch sehr seltsam. Ein gemaltes Porträt mit Kleidung wäre mir da lieber.

Wie nackt würden Sie sich in einem Film zeigen?

Meier: Ich finde leicht verhüllt immer attraktiver und erotischer. Komplette Nacktheit, die nur nach Aufmerksamkeit schreit, ist mir meistens eher zu viel. Ansonsten kommt es einfach darauf an, wie wichtig es für die Geschichte eines Films ist.

Im Film verlieben Sie sich in einen Künstler. Welcher Typ Mann zieht Sie privat an?

Meier: Ich habe nicht wirklich einen speziellen Typ, auf den ich festgelegt bin. Ich muss einen Mann treffen und ihm in die Augen schauen. In dem Moment weiß ich sofort, er ist es oder er ist es nicht.

Beziehung und Erfolg im Job kollidieren oft, weil sich der Partner zurückgesetzt fühlt. Würden Sie einem Partner zuliebe weniger arbeiten?

Meier: Ich würde meinen Job für eine Beziehung nicht komplett aufgeben wollen, weil er einfach auch zu mir gehört. Sonst wäre ich wahrscheinlich nicht mehr ich selbst. Ich wäre aber schon bereit, für die Liebe Platz zu machen. Liebe ist etwas wundervolles und kann schöner sein als Karriere.

Rote Haare haben einen starken Imagewandel erfahren. Wie haben Sie das erlebt?

Meier: Ich bin nicht oft wegen der roten Haare gehänselt worden. Da hatte ich aber großes Glück, was mir erst klar wurde, als ich mehr in der Öffentlichkeit stand. Nicht selten kamen Eltern auf mich zu und haben mir von ihren Kindern erzählt, die auch roten Haare haben und denen es nicht so gut geht damit. Schon traurig, dass es das heute immer noch gibt.

Vor allem weil rote Haare bei den Stars ja total in sind.

Meier: Den Trend sehe ich definitiv auch und ich freue mich sehr darüber. Das hilft sicherlich auch, diese Haarfarbe mit ein paar neuen und positiven Attributen zu belegen.

Waren blond oder braun jemals eine Option für Sie?

Meier: Nein, nie. Meine Haare gehören einfach dazu. Natürlich ist mir klar, dass beispielsweise blonde Models mehr gebucht werden. Wenn ein Kunde aber etwas Spezielles sucht, dann kommen Typen wie ich ins Spiel. Das gilt auch für die Schauspielerei. Meine erste Rolle war die eines Mediums in einem Mysterythriller. Da haben sie jemanden gesucht, der etwas anders aussieht.

Natürlichkeit ist Trumpf?

Meier: Privat finde ich das tatsächlich am schönsten. Ich habe rote Haare, blasse Haut, helle Wimpern und Augenbrauen und irgendwie würde es nicht so harmonisch aussehen, wenn ich färben würde. Ich bleibe lieber so wie ich bin. Für eine tolle Filmrolle könnte ich mir schon vorstellen, meine Haare zu färben. Danach müssten sie aber sofort wieder zurück zur Naturfarbe.

Sie modeln noch?

Meier: Das habe ich so viele Jahre gemacht und viel dabei gelernt, es wäre schade, das ganz aufzugeben. Wobei die Tendenz natürlich schon in Richtung Schauspielerei geht, weil es neu und spannend ist und ich mich damit weiterentwickeln kann. Wenn ich mich entscheiden müsste zwischen einem Model- und einem Film-Casting, würde ich zum Film-Casting gehen.

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