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Auftritte in München gestrichen: Jochen Busse zieht ins Senioren-Heim

Seiner Wahlheimat München sagt Jochen Busse vorerst bye, bye, denn der Schauspieler zieht aktuell in eine Senioren-Residenz in Köln. Warum der TV-Star in den nächsten Wochen und Monaten auf Pflege angewiesen ist – die AZ hat exklusiv mit dem 85-Jährigen darüber gesprochen.
von  Daniela Schwan
TV-Star Jochen Busse tauscht seine Münchner Wohnung gegen eine Senioren-Residenz in Köln.
TV-Star Jochen Busse tauscht seine Münchner Wohnung gegen eine Senioren-Residenz in Köln. © BrauerPhotos/H.Ross

Die Vorführungen des Kultstücks "Weiße Turnschuhe" im Theater an der Kö in Düsseldorf (17. bis 21. Juni) und in der Komödie im Bayerischen Hof vom 16. Juli bis 9. August mussten gestrichen werden. Der Grund: eine unaufschiebbare Operation des Hauptdarstellers Jochen Busse. In München, so Komödien-Intendant René Heinersdorff, nutze man die somit verlängerte Sommerpause, "um technisch notwendige Maßnahmen durchzuführen." Die AZ erwischte Kabarett-Urgestein und Bühnentitan Jochen Busse (85) am Telefon und erkundigte sich nach seinem Befinden.

Jochen Busse zieht in Senioren-Residenz: "Vernünftige Entscheidung"

"Aufgrund der Operationen, die auf mich zukommen, falle ich das nächste halbe Jahr aus und kann leider nicht spielen", erklärt Busse sogleich. Momentan wäre er übrigens mitten im Umzug. "Von Düsseldorf in die Residenz am Dom in Köln; gerade werden schon meine Bilder aufgehängt." Das Ganze sei "im Endeffekt eine vernünftige Entscheidung gewesen, denn so kann ich gleich nach den OPs die Reha hier durchführen und bin gut betreut", so der Schauspieler weiter. Damit ist für seine Pflege nach den Eingriffen gesorgt.

Mehrere Operationen geplant: Jochen Busse gibt Gesundheitsupdate

Eine lange Untersuchungsphase habe Jochen Busse hinter sich: "Ich hatte Schmerzen, bin zum Osteopathen, dann kam eins zum anderen." Diagnose: Ein Aneurysma in der Hüfte, das am 29. Juni entfernt wird. Erst danach kann die schon länger geplante Hüft‑OP stattfinden. Busse zur AZ: "Ich bin guter Dinge! Mir gefällt es hier, ich bin geistig voll da, habe viele langjährige Freunde in Köln und kenne auch ein paar, die hier in der Residenz leben." Und zum Glück, sagt er, habe er sich vorausschauend all die Jahre ein bisschen was zur Seite gelegt.

Jochen Busse mit René Heinersdorff, Intendant der Komödie im Bayerischen Hof.
Jochen Busse mit René Heinersdorff, Intendant der Komödie im Bayerischen Hof. © BrauerPhotos/P.Schoenberger

Auch sein geliebter Hula‑Hoop‑Reifen, mit dem er seit über 15 Jahren täglich trainiert und der auch im Stück "Weiße Turnschuhe" eine Rolle spielt, steht schon parat. "Im Moment mache ich Gymnastik, so gut es geht. Ich war immer sehr sportlich, habe auf mich geachtet, Yoga und Ayurvedakuren gemacht und bis zum 80. Lebensjahr jeden Tag einen Kopfstand", verrät Jochen Busse. Und: "Mein Ziel, das ich anstrebe, ist es, Anfang 2027 wieder auf der Bühne zu stehen, denn das ist mein Lebenselixier." Seine kleine Wohnung in Schwabing wolle er auf jeden Fall auch behalten.

"Man muss die Dinge nehmen, wie sie kommen"

Den Humor hat Jochen Busse trotz seiner Schmerzen nicht verloren. Wie sagte er schon der AZ im Interview zu seinem 85. Geburtstag im Januar? "Als Profi-Komiker ist es ja quasi meine Lebensaufgabe, die Leute zu erheitern. Oder besser gesagt, sie so weit zu bringen, dass sie einfach lachen müssen."

Die Residenz am Dom in Köln wirbt mit einem umfassenden Angebot für alle Lebensbereiche: Wohnen, Fürsorge, Pflege, Bewegung, Kultur – von Vernissagen über Konzerte bis zu Tanztees – und kulinarischem Genuss unter einem Dach. Das Haus vereine die Vorzüge städtischen Lebens mit den Rückzugsmöglichkeiten einer Premium‑Residenz, heißt es auf der Website. Jochen Busse indes resümiert: "Man muss die Dinge nehmen, wie sie kommen". Und wenn man dabei noch lächelt, ist schon viel gewonnen …

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