Auch Neuseeland unterstützt Andrews Ausschluss aus der Thronfolge

Noch belegt Andrew Mountbatten-Windsor (66) den achten Platz in der britischen Thronfolge - doch die Kritik daran wird immer lauter. Auch die Neuseeländer haben nun angekündigt, einen Ausschluss aus der Thronfolge zu unterstützen.
"Letztendlich steht niemand über dem Gesetz"
Neuseeland ist damit nach Australien das zweite Commonwealth-Land, das diesen Schritt nach Andrews Festnahme wegen des Verdachts auf Amtsmissbrauch befürwortet. Ein Sprecher des neuseeländischen Premierministers Christopher Luxon sagte am Dienstag laut "Guardian": "Sollte die britische Regierung vorschlagen, Andrew Mountbatten-Windsor von der Thronfolge auszuschließen, würde Neuseeland dies unterstützen." Weiter wird auch Luxon selbst zitiert: "Letztendlich steht niemand über dem Gesetz, und sollte die britische Regierung nach Abschluss der Ermittlungen beschließen, ihn von der Thronfolge auszuschließen, würden wir das unterstützen."
Zuvor hatte bereits der australische Premierminister Anthony Albanese in einem Brief an seinen britischen Amtskollegen Keir Starmer zugesichert, den Bestrebungen Großbritanniens in dieser Angelegenheit Rückendeckung zu geben. "Angesichts der jüngsten Ereignisse bestätige ich, dass meine Regierung jedem Vorschlag zustimmen würde, ihn aus der königlichen Thronfolge zu entfernen. Dies sind schwerwiegende Vorwürfe und die Australier nehmen sie ernst."
Der Bruder von König Charles III. (77) steht derzeit hinter Prinz William, dessen drei Kindern sowie Prinz Harry und dessen zwei Kindern auf Platz acht der Thronfolge. Die anhaltenden Enthüllungen über seine Verbindung zu dem verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein (1953-2019) zwangen Andrew dazu, seinen Herzogstitel bereits im Oktober abzugeben. Kurz darauf entzog ihm der König zudem den Prinzentitel. Formal gilt Andrew damit zwar weiterhin als Counsellor of State und könnte den Monarchen theoretisch bei Krankheit oder Auslandsaufenthalten vertreten. In der Praxis übernehmen diese Aufgabe jedoch ausschließlich arbeitende Mitglieder der Royal Family.
14 Commonwealth-Staaten müssen zustimmen
Die britische Regierung will dennoch prüfen, mit welchen gesetzlichen Schritten Mountbatten-Windsor das Recht auf die Thronfolge aberkannt werden könnte - sobald die polizeilichen Ermittlungen abgeschlossen sind. Der historische Vorgang ist mit einigem Aufwand verbunden. Das britische Parlament müsste entsprechende Gesetzesänderungen beschließen, zudem müssten die 14 Commonwealth-Staaten zustimmen. Nach der Festnahme seines Bruders am vergangenen Donnerstag erklärte König Charles: "Das Gesetz muss seinen Lauf nehmen." Deshalb gilt es als wahrscheinlich, dass der Buckingham-Palast die aktuellen Bestrebungen nicht blockieren würde.