Andrew-Ermittlungen: Charles stellt Polizei Zusammenarbeit in Aussicht

König Charles III. hat auf neue Vorwürfe gegen seinen Bruder Andrew Mountbatten-Windsor reagiert. Charles sei bereit, die Polizei bei Ermittlungen zu unterstützen, erklärte der Palast in einem Statement.
(paf/spot) |
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König Charles kündigte an, die Polizei unterstützen zu wollen, sollte sie Hilfe benötigen.
König Charles kündigte an, die Polizei unterstützen zu wollen, sollte sie Hilfe benötigen. © imago/i Images / i-Images / Pool

König Charles III. (77) hat sich zu neuen Vorwürfen gegen seinen Bruder Andrew Mountbatten-Windsor (65) im Zusammenhang mit dem Epstein-Skandal geäußert. In einem Statement des Buckingham-Palasts hieß es, der Palast sei bereit, die Polizei bei Ermittlungen zu unterstützen, falls die Behörde offiziell anfragt. Zuvor war bekannt geworden, dass die für Windsor zuständige Thames Valley Police eine Beschwerde gegen den ehemaligen Prinzen prüft.

"Der König hat in Worten und durch beispiellose Taten seine tiefe Besorgnis über die Vorwürfe zum Ausdruck gebracht, die weiterhin im Zusammenhang mit dem Verhalten von Herrn Mountbatten-Windsor ans Licht kommen", zitiert etwa "The Independent" aus dem Statement. Und weiter: "Die konkreten Vorwürfe müssen zwar von Herrn Mountbatten-Windsor selbst geklärt werden, aber sollten wir von der Thames Valley Police angesprochen werden, sind wir bereit, sie wie erwartet zu unterstützen." Zudem seien Charles und Ehefrau Königin Camilla (78) in Gedanken weiterhin bei den "Opfern jeglicher Form von Missbrauch".

Die Polizeibehörde verfolgt Berichten zufolge eine Behauptung, wonach Andrew in seiner früheren Rolle als Handelsbeauftragter der britischen Regierung vertrauliche Informationen an den verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein (1953-2019) weitergegeben haben soll. Es geht um Berichte zu offiziellen Reisen nach Singapur, Hongkong und Vietnam sowie vertrauliche Informationen zu Investitionsmöglichkeiten.

William und Kate melden sich zu Wort

König Charles hatte sich bislang nur indirekt zu Andrews früheren Verbindungen zu Epstein geäußert. Im vergangenen Jahr entzog er ihm seine royalen Titel und Ehrungen. In einer Stellungnahme ließen er und Ehefrau Königin Camilla damals mitteilen: "Ihre Majestäten möchten klarstellen, dass ihre Gedanken und ihr tiefstes Mitgefühl den Opfern und Überlebenden jeglicher Form von Missbrauch gelten und weiterhin gelten werden." Seitdem gab es keine weiteren öffentlichen Statements.

Zuletzt hatten sich Prinz William (43) und Prinzessin Kate (44) ähnlich geäußert. "Ich kann bestätigen, dass der Prinz und die Prinzessin über die anhaltenden Enthüllungen zutiefst besorgt sind. Ihre Gedanken gelten weiterhin den Opfern", erklärte ein Sprecher des Kensington-Palasts am Montag.

Ein Skandal mit langer Vorgeschichte

Für Andrew stellt die aktuelle Entwicklung ein weiteres Kapitel in einer langen Reihe von Rückschlägen dar. Bereits 2019 trat er nach einem desaströsen BBC-Interview, in dem er seine Verbindung zu Epstein erklären wollte, von seinen öffentlichen royalen Aufgaben zurück. 2022 entzog ihm Queen Elizabeth II. (1926-2022) seine militärischen Titel und Schirmherrschaften, nachdem ein Gericht seinen Antrag auf Abweisung der Missbrauchsklage von Virginia Giuffre abgelehnt hatte. Andrew bestritt die Vorwürfe stets, einigte sich jedoch 2022 mit Giuffre außergerichtlich durch einen Vergleich.

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