Alfons Schuhbecks Knast-Schicksal: Frist läuft heute ab – Staatsanwaltschaft äußert sich

Auch 2026 kann Alfons Schuhbeck seine Altlasten nicht abschütteln, denn es steht eine wichtige Entscheidung über seine Zukunft an. Die Staatsanwaltschaft muss sich erneut damit beschäftigen, ob der ehemalige Starkoch zurück ins Gefängnis muss. 
von  Sven Geißelhardt
Alfons Schuhbeck ist wegen Betrugs mit Coronahilfen und Insolvenzverschleppung zu Gesamtfreiheitsstrafe von vier Jahren und drei Monaten verurteilt worden.
Alfons Schuhbeck ist wegen Betrugs mit Coronahilfen und Insolvenzverschleppung zu Gesamtfreiheitsstrafe von vier Jahren und drei Monaten verurteilt worden. © imago/

Eigentlich hätte Alfons Schuhbeck wegen Insolvenzverschleppung, Steuerhinterziehung und Betrug noch bis Oktober 2026 seine Gefängnisstrafe von vier Jahren und drei Monaten absitzen müssen. Der gefallene Liebling der Münchner Society kam allerdings schon im März 2025 aufgrund seines schlechten Gesundheitszustandes auf freien Fuß – unter Vorbehalt. Die Frist für die Haftunterbrechung läuft nun aus. Wie geht es für den 76-Jährigen weiter?

Alfons Schuhbeck beim FC Bayern gesichtet

Am Sonntag (8. März) wurde Alfons Schuhbeck mal wieder in München gesichtet. Wie "Bild" berichtet, war er zum Familien-Grillen des FC Bayern München an der Säbener Straße geladen. Auch wenn sich der Koch fast vollständig aus der Öffentlichkeit zurückgezogen hat, gibt es immer wieder Botschaften von ihm – wie etwa im Februar 2026 beim Ausstand der Dinnershow Hullis, wo er die Gäste mit einer Videobotschaft grüßte. Ansonsten soll er viel Zeit in seiner Wohnung am Platzl verbringen. Doch damit könnte zeitnah Schluss sein. Es steht womöglich noch eine Reststrafe im Gefängnis aus.

Zurück in den Knast? Frist für Haftunterbrechung läuft aus

Wie die Staatsanwaltschaft im Dezember 2025 mitteilte, sei eine Unterbringung in einer Strafvollzugsanstalt aktuell nicht möglich, da "die notwendige medizinische Behandlung von Herrn Schuhbeck" nicht gewährleistet werden könne. Eine endgültige Entscheidung, ob er doch zurück in den Knast muss oder die Haftstrafe ausgesetzt wird, wurde bis auf Weiteres vertagt – bis mindestens 10. März. Das wäre heute.

Wann gibt es einen Beschluss in der Causa Schuhbeck? Auf Anfrage der AZ teilt eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft München I am Dienstag mit: "Es wurde ein Sachverständiger beauftragt, ein Gutachten zur Frage der Haftfähigkeit zu erstellen, dieses liegt bislang nicht vor. Der Sachverständige hat gegenüber der Staatsanwaltschaft mitgeteilt, dass das Gutachten zur Frage der Haftfähigkeit voraussichtlich zeitnah erstattet werden kann." Bis dahin bleibt der einstige Starkoch weiterhin auf freiem Fuß, denn: "Bis zum Abschluss der Prüfung muss sich der Verurteilte nicht zum weiteren Vollzug der Haftstrafe in der JVA einfinden."

Münchner Promi-Anwalt erklärt: Deshalb dauert Entscheidung um Schuhbeck so lange

Warum dauert es so lange, bis über das weitere Schicksal von Alfons Schuhbeck entschieden ist? Seine Krebserkrankung gilt als unheilbar, eine Veränderung seines gesundheitlichen Zustands ist eher fraglich. Anwalt Alexander Stevens erklärte der AZ dazu bereits im Dezember 2025: "Das dauert, weil mehrere ärztliche Gutachten eingeholt und aktualisiert werden müssen und spezialisierte Behandlungen oft außerhalb der JVA stattfinden." Der bürokratische Aufwand rund um die Prüfung dürfte enorm sein – und auch kostspielig. Stevens zufolge könne sich das auf "einen fünfstelligen, möglicherweise einen niedrigen sechsstelligen Betrag" belaufen.

Ob Alfons Schuhbeck tatsächlich zurück ins Gefängnis muss, könnte trotz auslaufender Frist in den nächsten Tagen beschlossen werden. Eine erneute Unterbringung hinter Gittern dürfte aber fraglich sein, schließlich wurde in dem einen Jahr, das der ehemalige Koch bereits in Freiheit verbringt, keine Möglichkeit dafür gefunden. Dennoch bleibt abzuwarten, zu welchem Schluss der Gutachter in diesem Fall kommt.

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