(Alb-)Traumjob Schauspieler? Diese Promis sprechen Klartext
Ein Nilpferd imitieren und parallel Effi Briest rezitieren? Wer den Traumjob Schauspieler ausüben will, der muss auf seinem steinigen Weg zum Erfolg über so manches Stöckchen springen.
So zumindest erzählt es der neue Kinohit "Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke", der auf einem autobiografischen Roman von Schauspieler Joachim Meyerhoff ("Sörensen fängt Feuer") basiert und Joachims (Bruno Alexanders) Weg auf der renommierten Otto-Falckenberg-Schule für Schauspiel zeigt.
Das war Bruno Alexanders "schlimmstes Erlebnis" beim Casting
Zur Weltpremiere in München (der Film ist ab 29. Januar offiziell im Kino zu sehen) stellen sich am Dienstagabend zahlreiche Promis dem Blitzlichtgewitter auf dem roten Teppich im Mathäser Filmpalast und erzählen der AZ, mit welchen peinlichen Situationen sie in ihrer Karriere schon konfrontiert waren.

Hauptdarsteller Bruno Alexander hat anders als sein Film-Ich zwar nie eine Schauspielschule besucht, aber schon sehr früh Erfahrungen vor der Kamera gesammelt. In seiner ersten Rolle war der 26-Jährige 2012 bei der ARD-Jugendserie "Die Pfefferkörner" zu sehen. "Mit elf hatte ich ein Casting, das war sogar noch vor dieser ersten Rolle", erzählt der Joachim-Darsteller der AZ am Rande der Premiere.
"Die Regisseurin wollte dann plötzlich, dass ich einen Bären spiele. Die Kekse, die neben ihrem Cappuccino lagen, warf sie mir dann als Leckerlis zu und wollte, dass ich mich darauf stürze", lacht der "Die Discounter"-Star. "Das war das Unangenehmste, was ich je machen musste. Das war schlimm!"
Max von Thun: "Eigentlich ist jede Liebesszene absurd"
Max von Thun ist als Schauspieler ("Schwarzwaldkrimi") ebenfalls sehr erfolgreich in die Fußstapfen seines Vaters Friedrich von Thun getreten. Auch er, ohne eine Schauspielschule besucht zu haben: "Ich hatte bisher selten das Gefühl, mir fehlt etwas, weil ich früher in meiner Ausbildung keine Banane gespielt habe. Diese Gerüchte gibt es ja immer", lacht der 48-Jährige im Gespräch mit der AZ.

Allgemein gebe es für den Schauspieler aber nichts Peinliches während seiner Arbeit: "Man muss sich immer wieder überwinden. Eigentlich ist ja jede Liebesszene absurd: Man zieht sich aus und ein Filmteam steht desinteressiert daneben."
Friedrich von Thun: An diese Anekdote aus seinen Anfängen erinnert er sich heute noch
Vater Friedrich von Thun steht seit über 60 Jahren vor der Kamera. An eine Geschichte ("die ist zwar vielleicht nicht lustig, aber kurios") erinnert sich der 83-Jährige besonders: "Einer meiner ersten Filme waren die ,Lausbubengeschichten', gleichzeitig habe ich auch ,Die fromme Helene’ von Wilhelm Busch gedreht. Für die Hochzeitsszene bin ich dann von Beuerberg nach München gefahren", erzählt der Schauspieler der AZ.

"Ich war schon als Hochzeiter angezogen, mein Fahrer war betrunken und ist mit dem Auto von der Straße abgekommen und einen Hang runtergefallen. Ich bin dann raufgeklettert und als Hochzeiter auf der Straße gestanden. Ich habe gewunken - und die Leute haben nur zurückgewunken und sind nicht stehen geblieben, weil sie dachten, ich bin ein Bräutigam, der seine Braut, die entführt wurde, sucht!"
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