Ärger um Denkmal für die Queen: Bildhauer wehrt sich gegen Kritik

Der Bildhauer Martin Jennings reagiert auf die Kritik an seinen Entwürfen für ein Denkmal für die Queen. Es wurde bemängelt, dass die Monarchin nicht zu erkennen sei und die Skulptur die leidenschaftliche Reiterin nicht zu Pferd zeige.
(paf/spot) |
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Das Denkmal soll die Queen und ihren Gatten Prinz Philip zeigen.
Das Denkmal soll die Queen und ihren Gatten Prinz Philip zeigen. © imago/i Images

Der Bildhauer Martin Jennings (68) hat seine Entwürfe für ein Denkmal zu Ehren von Queen Elizabeth II. (1926-2022) verteidigt. Vorgestellt hatte er die Modelle am Dienstag im British Museum. Laut "Daily Mail" gab es danach vor allem Zweifel an der Ähnlichkeit der Skulptur mit der verstorbenen Monarchin. Auch wurde bemängelt, dass sie nicht zu Pferd dargestellt ist.

Jennings betonte, es handele sich lediglich um vorläufige Modelle. Das fertige Werk werde "jeder als die verstorbene Königin und niemand anderen erkennen", versicherte er der Zeitung zufolge. Er nehme es "voll und ganz" an, dass das Modell aktuell nicht wie sie aussehe. "Ich habe lediglich versucht, eine Idee anzudeuten - das Kostüm, die Pose, die Kopfhaltung - wirklich einfache Dinge", erklärte er. Da der Kopf am Modell kleiner als eine Daumenspitze sei, mache er sich "keine Gedanken darüber, dass das Gesicht genau wie das der Königin aussehen muss".

König Charles III. (77) und Königin Camilla (78) sollen sich seiner Aussage nach über die Entwürfe für Statuen von der Queen und ihrem Ehemann Prinz Philip (1921-2021) gefreut haben. Besonders überzeugt habe sie die Idee, beide "in dieser frühen Phase ihrer Regentschaft darzustellen, die so viel Optimismus und Hoffnung symbolisierte".

Deshalb sitzt die Queen nicht auf einem Pferd

Kritik an der Pose kam unter anderem von Schauspielerin Joanna Lumley (79). Sie hätte sich gewünscht, die Königin auf ihrem Lieblingspferd Burmese zu sehen. "Wir alle wollten sie auf einem Pferd sehen. Eine Reiterstatue, das wollten wir", sagte sie der "Daily Mail". Schließlich habe die Queen Pferde "über alles geliebt".

Jennings begründete seine Entscheidung gegen ein Reiterstandbild damit, dass die Skulptur die Königin vor allem als Staatsoberhaupt zeigen solle. Auf einem Pferd hätte sie in Militäruniform dargestellt werden müssen, was nur einen Teil ihrer Rolle gespiegelt hätte. Zudem gebe es bereits eine Reiterstatue im Windsor Great Park.

Prinz Philip schaut zu ihr auf

Die Pose der neuen Statue orientiert sich an einem Porträt von Pietro Annigoni aus dem Jahr 1954, das Elizabeth im Alter von 28 Jahren zeigt. Geplant ist laut Jennings, sie in den Roben des Hosenbandordens darzustellen, mit der Hand auf dem Herzen. Prinz Philip soll in einer Flottenadmiral-Uniform erscheinen - etwas kleiner und zur Königin aufblickend, was dem Bildhauer zufolge die "neckende Beziehung" des Paares widerspiegeln soll.

Für das Gesamtprojekt sind dem Bericht zufolge rund 46 Millionen Pfund (rund 53 Millionen Euro) veranschlagt. 2028 soll das Denkmal nahe dem Buckingham Palace, unweit des St James's Park, errichtet werden.

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