Zeil kontert Seehofers Sticheleien

Martin Zeil hat sich im AZ-Interview gegen die Stichelein von CSU-Chef Horst Seehofer geäußert: „Wenn Seehofer Wirtschaftsminister wäre, würden das manche eher als Drohung statt als frohe Botschaft empfinden.“
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Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) und FDP- Wirtschaftsminister Martin Zeil
Martha Schlüter Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) und FDP- Wirtschaftsminister Martin Zeil

MÜNCHEN - Martin Zeil hat sich im AZ-Interview gegen die Stichelein von CSU-Chef Horst Seehofer geäußert: „Wenn Seehofer Wirtschaftsminister wäre, würden das manche eher als Drohung statt als frohe Botschaft empfinden.“

Bayerns Ministerpräsident und CSU-Chef Horst Seehofer hatte weiter gestichelt gegen seinen Wirtschaftsminister Martin Zeil vom Koalitionspartner FDP. Er kümmere sich "ganz persönlich" um wirtschaftliche Belange, sagte Seehofer in einem Interview. Jetzt geht Zeil im AZ-Interview zur Gegenattacke über.

Zeil zur AZ: „Wenn Seehofer Wirtschaftsminister wäre, würden das manche eher als Drohung statt als frohe Botschaft empfinden“, sagte der FDP-Politiker. Und weiter: „Ich hab' schon überlegt, ob ich ihm einen Rollentausch vorschlagen soll: Ich bring die Staatskanzlei auf Vordermann. Und er kann in einem Wirtschaftsministerium lernen, wie man statt täglichen Aktionismus auf die Zukunft ausgerichtete Wirtschaftspolitik macht. Wirtschaftspolitik ist etwas anderes, als jeden Tag allen alles zu versprechen."

Am Donnerstag hatte Seehofer der „Passauer Neuen Presse“ mitgeteilt: „Die Realität zeigt: Ich bin täglich auch Wirtschaftsminister in Bayern“. Zeil war seitens der CSU in die Kritik geraten, sich nicht ausreichend um wirtschaftliche Belange im Freistaat zu kümmern, weshalb Seehofer nach eigenem Bekunden selbst von der Staatskanzlei aus zunehmend eingreift.

„Wir betreiben in Bayern eine aktive Wirtschaftspolitik, die sich um die Unternehmen bemüht und um die Sicherung der Arbeitsplätze sorgt. Darum kümmere ich mich auch ganz persönlich“, sagte Seehofer.

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