Wert des G20-Gipfels: Die Hoffnung

Wir leben in einer Zeit, in der Hoffnung kostbar ist – und eben auch teuer. Politik-Vize Clemens Hagen über den Wert des G20-Gipfels.
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Bei der ersten Arbeitssitzung (v.l.): Recep Tayyip Erdogan, Theresa May, Donald Trump, Xi Jinping und Angela Merkel.
Kay Nietfeld/dpa Bei der ersten Arbeitssitzung (v.l.): Recep Tayyip Erdogan, Theresa May, Donald Trump, Xi Jinping und Angela Merkel.

Wir leben in einer Zeit, in der Hoffnung kostbar ist – und eben auch teuer. Politik-Vize Clemens Hagen über den Wert des G20-Gipfels.

Es gibt 1.000 (gute) Gründe, gegen den G20-Gipfel zu sein. Zum Beispiel für Autobesitzer, deren Fahrzeug bis aufs Blech ausgebrannt ist. Oder für Polizisten, die im Einsatz gegen gewalttätige Chaoten verletzt wurden. Oder für deutsche Steuerzahler, die für die Kosten von rund 150 Millionen Euro aufkommen. Oder, oder, oder. Da man die 20 mächtigsten Menschen des Planeten aber schlecht auf Helgoland bei Wasser und Brot einkasernieren kann, müssen alle Beteiligten die unerfreulichen Gipfel-Aspekte wohl oder übel akzeptieren.

Es geht nur um die Hoffnung

Politisch geht es doch nur um eines: die Hoffnung. Hoffnung darauf, dass sich Trump und Putin auf eine Strategie für – oder besser gegen – den betonkommunistischen Diktator in Nordkorea einigen. Hoffnung darauf, dass es irgendwann noch für eine Flugverbotszone über dem geschundenen Syrien reicht. Hoffnung darauf, dass Trump verstehen möge, warum die Erderwärmung eines fernen Tages auch sein Land bedrohen wird.

Wir leben in einer Zeit, in der Hoffnung kostbar ist – wenn sie nebenbei auch noch teuer ist, ja mei.

150 Millionen kosten heutzutage doch schon ein paar mittelmäßige Profi-Fußballer.

Lesen Sie auch: Die 15 wichtigsten Fragen - Der G20-Gipfel: Alle Informationen zum Treffen in Hamburg

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