Waffenbeschaffung für die Hamas? Weitere Festnahme

Die Ermittlungen zu mutmaßlichen Waffenlieferungen für die Hamas führen erneut zu einer Festnahme – diesmal in Dänemark. Was die Bundesanwaltschaft dem Verdächtigen vorwirft.
dpa |
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Die Bundesanwaltschaft ließ in den vergangenen Monaten mehrere Verdächtige festnehmen. (Archivbild)
Die Bundesanwaltschaft ließ in den vergangenen Monaten mehrere Verdächtige festnehmen. (Archivbild) © Christoph Schmidt/dpa
Karlsruhe

Im Zusammenhang mit den Ermittlungen gegen mutmaßliche Waffenbeschaffer der Terrororganisation Hamas hat die Bundesanwaltschaft einen weiteren Verdächtigen festnehmen lassen. Die dänische Polizei habe den Mann in der Nähe der dänischen Hauptstadt Kopenhagen gefasst, teilte Deutschlands oberste Strafverfolgungsbehörde mit. Der Däne soll demnächst nach Deutschland überstellt werden.

In den vergangenen Monaten hatte die Bundesanwaltschaft mehrfach mutmaßliche Mitglieder und Unterstützer der Hamas festnehmen lassen, die an dem Transport und der Lagerung von Waffen für die Vereinigung beteiligt gewesen sein sollen. Nach Einschätzung der Ermittler sollten durch das Vorgehen der Auslandsoperateure Mordanschläge der Hamas auf israelische oder jüdische Einrichtungen in Deutschland und Europa vorbereitet werden.

Verdächtiger soll nach Deutschland überstellt werden

Die Bundesanwaltschat wirft dem Mann, der gestern in Dänemark gefasst wurde, die Mitgliedschaft in einer ausländischen, terroristischen Vereinigung, die Vorbereitung einer schweren, staatsgefährdenden Gewalttat und Verstöße gegen das Waffengesetz vor. Er soll im Juli 2025 fünf Pistolen und Munition an einen weiteren Beschuldigten übergeben haben, der die Schusswaffen dann einem dritten Beschuldigten zum Weitertransport nach Wien übergeben habe.

Der festgenommene Däne soll nach seiner Überstellung nach Deutschland dem Ermittlungsrichter am Bundesgerichtshof vorgeführt werden, der ihm den Haftbefehl eröffnet und über die Untersuchungshaft entscheidet. Bis zu einer Auslieferung können aber mehrere Wochen oder auch Monate vergehen.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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