Tausende Streikende im öffentlicher Dienst

Die Warnstreiks im öffentlichen Dienst gehen weiter. Allein in Berlin streiken 12.000 Menschen für mehr Geld, aber auch in anderen Bundesländern wird Druck auf Arbeitgeber ausgeübt. Von den Auswirkungen waren vor allem Schulen und Kitas betroffen.
dpa |
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Ein leeres Klassenzimmer.
Peter Endig/Archiv/dpa Ein leeres Klassenzimmer.

Chemnitz/Berlin/Würzburg/Stuttgart - Im Tarifkonflikt im öffentlichen Dienst haben Gewerkschaften mit mehreren Warnstreiks den Druck auf die Arbeitgeber erhöht.

In Berlin, Sachsen, Baden-Württemberg und Bayern waren Menschen auf der Straße. Die meisten Streikenden des Tages beteiligten sich Gewerkschaftsangaben zufolge in Berlin: Rund 12.000 Lehrkräfte, Erzieher, Sozialpädagogen, Hochschulbeschäftigte und andere Angestellten im öffentlichen Dienst haben die Arbeit ganztägig niedergelegt. Zudem seien rund 3800 Lehrerinnen und Lehrer aus dem Raum Zwickau und Chemnitz in den Warnstreik getreten.

In Würzburg beteiligten sich nach Auskunft der Gewerkschaft Verdi rund 380 Landesbeschäftigte am Arbeitskampf. Auch in Baden-Württemberg legten rund 400 Beschäftigte des Landes die Arbeit nieder. Auswirkungen der Warnstreiks waren etwa zahlreiche geschlossene Kitas in Berlin. Zudem fielen laut Bildungsgewerkschaft GEW mindestens 20.000 Unterrichtsstunden an Schulen in der Hauptstadt aus.

Mit den seit Montag laufenden Aktionen wollen die Gewerkschaften den Druck in den Gesprächen für rund eine Million Tarifbeschäftigte erhöhen. Die nächste Verhandlungsrunde ist am 28. Februar in Potsdam. Verdi und der Beamtenbund dbb fordern für die Beschäftigten der Länder außer Hessen sechs Prozent mehr Geld, mindestens aber 200 Euro mehr im Monat. Die Länder haben die Forderungen zurückgewiesen.

"Es ist das Recht der Gewerkschaften, zu Streiks aufzurufen. Allerdings halte ich sie im aktuellen Verhandlungsprozess für nicht gerechtfertigt", sagte Berlins Finanzsenator und Verhandlungsführer der Arbeitgeberseite Matthias Kollatz (SPD). Er wolle eine Lösung am Verhandlungstisch erzielen.

Laut Verdi sind deutschlandweit rund 2,3 Millionen Beschäftigte der Länder von den Tarifergebnissen betroffen, da Verdi fordert, die Ergebnisse auf die mehr als eine Million Beamten zu übertragen. Diese dürfen in Deutschland nicht streiken.

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