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Söders Coronapolitik: Angst oder Verdruss

AZ- Chefredakteur Michael Schilling über Ministerpräsident Söder und die Mentalitätsumkehr.
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Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) fordert von den Bürgern eine "Mentalitätsumkehr".
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) fordert von den Bürgern eine "Mentalitätsumkehr". © Sven Hoppe/dpa/Archivbild

Die Krise macht Markus Söder kreativ - in der Wortwahl und in dem, was er den Bayern zumutet. Die sollen nun eine "Mentalitätsumkehr" hinlegen, verlangt der Ministerpräsident und fordert "eine gemeinschaftliche Überzeugung und Akzeptanz". Übersetzt: Die Menschen in Bayern sind alle schuld am Infektionsgeschehen und sollen seine, also Söders Überzeugung teilen.

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Mentalitätsumkehr auch bei Ministerpräsident Söder

Das wird schwer, wenn er laufend dramatisiert. Am Sonntag behauptete er, in Bayern seien "aktuell fast 60.000 Menschen erkrankt an Corona". Gemeint waren: positive Tests. Bei manchen schüren solche Sätze Angst, bei anderen Verdruss. Und wenn er - wie am Montag - sagt, "dieses Corona ist eine Bewährungsprobe für die Demokratie", dann graust's eben auch jene, denen Söders Gutsherrenart missfällt. Genau diese Skeptiker müsste Söder endlich mal inhaltlich abholen, um eine "gemeinschaftliche Überzeugung" zustande zu bringen. Stimmt, dafür braucht es eine Mentalitätsumkehr. Auch bei ihm.

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