Situation am deutschen Arbeitsmarkt: Geschönt!

AZ-Politikredakteur Tobias Wolf über den deutschen Arbeitsmarkt.
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Wie Aussagekräftig sind die Zahlen über den deutschen Arbeitsmarkt?
AZ-Montage/dpa Wie Aussagekräftig sind die Zahlen über den deutschen Arbeitsmarkt?

Vollmundig versprach Kanzlerin Bundeskanzlerin Angela Merkel am Montag die Vollbeschäftigung bis 2025. Neu ist an diesem Versprechen: nichts. Bereits 2013 und 2008 hat die CDU-Chefin die Vollbeschäftigung (Arbeitslosenquote von drei Prozent oder niedriger) als Ziel formuliert.

Doch davon mal abgesehen: Was haben die vergangenen drei Bundesregierungen unter Merkels Führung eigentlich erreicht? Mehr unsichere Leiharbeitsverträge, mehr Teilzeitjobs – obwohl viele Betroffene lieber eine volle Stelle hätten –, und mehr prekäre Anstellungen im Niedriglohnsektor, von denen immer mehr Menschen trotz 40-Stunden-Wochen kaum Leben können.

Quantität statt Qualität

Der Job-Boom in Deutschland ist trügerisch. Quantität statt Qualität lautet offensichtlich die Devise der Bundesregierung. Stattdessen bräuchte es striktere Regeln bei Leiharbeit und Werkverträgen sowie mehr Investitionen in Aus- und Weiterbildung.

Denn: Auf eine Vollbeschäftigung, die lediglich auf geschönten Zahlen beruht und mit der Wirklichkeit kaum etwas zu tun hat, können die hart arbeitenden Arbeitnehmer im Lande sicherlich verzichten.

Lesen Sie auch: Mehr Arbeitnehmer betroffen - Studie der Hans-Böckler-Stiftung: Arm trotz Arbeit

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