Schnarri kann’s

Angela Böhm, Landtagskorrespondentin der AZ, über die Nachfolgefrage bei der FDP.
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FDP-Landeschefin und Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser- Schnarrenberger
dpa FDP-Landeschefin und Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser- Schnarrenberger

Wenn jemand die FDP auf den alten Pfad der Tugenden zurückführen kann, dann ist es Sabine Leutheusser-Schnarrenberger. Keine steht in der Bundesrepublik mehr für Glaubwürdigkeit als die Top-Juristin aus Bayern. Sie ist die einzige Bundesministerin in der Geschichte der Republik, die aus Gewissensgründen zurückgetreten ist. Genau 25 Jahre ist das jetzt her, als die Liberalen beim Großen Lauschangriff umfielen und sie Rückgrat zeigte und an ihren Prinzipien festhielt. Die waren ihr damals mehr wert als Macht und Staatskarosse samt Chauffeur.

Sabine Leutheusser-Schnarrenberger machte ihrem Ruf als aufrechte und unbequeme Politikerin alle Ehre. Und das tut sie bis heute. Auf ihr Wort kann man sich verlassen. Genau das ist es, was die FDP nach Westerwelle dringender als alles andere braucht.

Da darf das Alter überhaupt keine Rolle spielen. Im Team mit der Sechzigjährigen könnten der vorwitzige Youngster Christian Lindner, Hobby-Bauchredner Philipp Rösler und Daniel Bahr noch viel lernen, wie sich die FDP vom Image der neoliberalen Wirtschaftspartei für Besserverdienende befreit und als Bürgerrechtspartei wieder für das urbane Bürgertum attraktiv wird, das jetzt die Grünen gewählt hat.

 

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