Pornos in Bin Ladens Schlafzimmer gefunden

 Bei dem Einsatz der US-Navy-Seals gegen Osama bin Laden sind nach US-Medienberichten auf dem Anwesen des Terrorchefs im pakistanischen Abbottabad auch Pornos gefunden worden.
| dpa
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Bei dem Einsatz der US-Navy-Seals gegen Osama bin Laden sind nach US-Medienberichten auf dem Anwesen des Terrorchefs im pakistanischen Abbottabad auch Pornos gefunden worden.

Washington - Unter anderem habe man "unzüchtige Bilder" entdeckt, die Paare beim Sex zeigen, sagte ein Regierungsmitarbeiter dem Sender CBS. Wie der TV-Sender ABC am Freitag berichtete, wurden auch digital aufgenommene Pornovideos sichergestellt. Insgesamt habe es sich um eine "große Menge" pornografischen Materials gehandelt, das in einer Holzkiste im Schlafzimmer des Al-Kaida-Chefs gefunden worden sei. Bei dem Einsatz in der Nacht zum 2. Mai war Bin Laden erschossen worden.

Insgesamt seien in Abbottabad eine Million Seiten mit Daten in die Hände der US-Behörden gefallen. Beamte sagten nach ABC-Angaben, dass sie dadurch in den vergangene zehn Tagen mehr über Al-Kaida erfahren hätten als in den vergangenen zehn Jahren.

Das pakistanische Parlament hat am frühen Samstagmorgen die US-Militäroperation gegen Bin Laden als Bruch der Souveränität des Landes verurteilt. Nach pakistanischen Medienangaben empfahlen die Abgeordneten zudem, dass eine unabhängige Kommission die Versäumnisse der eigenen Sicherheitskräfte in diesem Fall überprüft.

In der zehnstündigen Sitzung nahmen die Abgeordneten beider Kammern des Parlaments einstimmig die Resolution an, die die US-Militäroperation verurteilte. Die Entschließung, die hinter verschlossenen Türen debattiert worden war, empfahl zugleich eine Überprüfung der Zusammenarbeit mit den USA auf militärischem Gebiet, berichtete die pakistanische Zeitung "The Nation" online.

Außerdem müssten die Angriffe von US-Drohnen gegen Extremisten im Grenzgebiet zu Afghanistan eingestellt werden. Pakistan drohte, anderenfalls den Nachschub für die Nato in Afghanistan zu unterbrechen. Pakistan hatte immer wieder Angriffe von US-Drohnen auf seinem Staatsgebiet kritisiert. In der Grenzregion zu Afghanistan, die als Rückzugsgebiet von Al-Kaida und den radikalislamischen Taliban gilt, fliegen die Drohnen Einsätze gegen Extremisten.

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