Papst warnt: Erde wird zur Mülldeponie

Papst Franziskus hat in seiner neuen Enzyklika Konsumrausch, Umweltzerstörung und eine Unterwerfung der Politik unter die Wirtschaft angeprangert.
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"Niemals haben wir unser gemeinsames Haus so schlecht behandelt und verletzt wie in den letzten beiden Jahrhunderten", erklärt der Papst in seinem Weltrundschreiben "Laudato si".
dpa "Niemals haben wir unser gemeinsames Haus so schlecht behandelt und verletzt wie in den letzten beiden Jahrhunderten", erklärt der Papst in seinem Weltrundschreiben "Laudato si".

Rom - "Niemals haben wir unser gemeinsames Haus so schlecht behandelt und verletzt wie in den letzten beiden Jahrhunderten", erklärt der Papst in seinem Weltrundschreiben "Laudato si", das heute veröffentlicht wurde. "Wenn jemand die Erdenbewohner von außen beobachten würde, würde er sich über ein solches Verhalten wundern, das bisweilen selbstmörderisch erscheint." Die Erde scheine sich in eine "unermessliche Mülldeponie" zu verwandeln.

Angesichts des Klimawandels ging das Oberhaupt von weltweit rund 1,2 Milliarden Katholiken hart mit Politik und Wirtschaft ins Gericht. "Die Unterwerfung der Politik unter die Technologie und das Finanzwesen zeigt sich in der Erfolglosigkeit der Weltgipfel über Umweltfragen", erklärt der 78-Jährige.

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Mit Blick auf die Klimakonferenz Ende des Jahres in Paris schreibt er, es sei dringend geboten, Programme zu entwickeln und den Ausstoß von Kohlendioxid drastisch zu reduzieren. Der Klimawandel sei "eine der wichtigsten aktuellen Herausforderungen an die Menschheit".

Das rasante Wachstum in reichen Ländern gehe vor allem auf Kosten der Armen, schreibt der Papst. "Wir wissen, dass das Verhalten derer, die mehr und mehr konsumieren und zerstören, während andere noch nicht entsprechend ihrer Menschenwürde leben können, unvertretbar ist." Er rief dazu auf, das Wachstum zu verlangsamen.

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