Papst fordert breiten Dialog über KI

Auf dem Heimflug aus Frankreich redet Leo XIV. über ein Thema, das ihm am Herzen liegt. Bei allen Sorgen über Risiken von KI versichert er: "Ich schlafe nachts gut." Damit belässt er es aber nicht.
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Papst Leo XIV. ist nach vier Tagen in Frankreich zurück in Rom.
Papst Leo XIV. ist nach vier Tagen in Frankreich zurück in Rom. © Benoit Tessier/Pool Reuters/AP/dpa
Rom

Angesichts zunehmender Ängste vor Künstlicher Intelligenz (KI) hat sich Papst Leo XIV. für einen breiten Dialog mit Tech-Konzernen, Politik und gesellschaftlichen Gruppen ausgesprochen. "Die Sorgen, die viele KI-Experten äußern, müssen ernst genommen werden", sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche auf dem Heimflug von seinem Frankreich-Besuch nach Rom. "Das ist ein Problem, zu dem wir uns zusammensetzen und reden müssen."

Leo hatte im Frühjahr eine Enzyklika - ein Lehrschreiben der katholischen Kirche - zu Chancen und Risiken von KI veröffentlicht, das international viel beachtet wurde. Auf die Frage, ob er die Sorgen vor einer Zerstörung der Menschheit durch KI teile, antwortete der Papst an Bord seines Flugzeugs: "Ob ich im Panikmodus bin? Nein, bin ich nicht. Ich schlafe nachts ruhig."

Seitenhieb gegen Trump

Mit Blick auf US-Präsident Donald Trump, der nach solchen Warnungen auch aus KI-Unternehmen von "Hoax" gesprochen hatte, fügte er jedoch hinzu: "Ich glaube nicht, dass das Fake News sind, wie manche behauptet haben, um sich finanzielle oder sonstige Vorteile zu verschaffen. Einfach zu sagen "Ach, das wird schon nicht geschehen" und die Augen zu verschließen, ist wahrscheinlich nicht der verantwortungsvollste Weg, damit umzugehen."

Der Papst verwies darauf, dass der Vatikan zum Thema KI bereits eine eigene Kommission eingerichtet hat. Ziel sei es, "Wege zu finden, die sicherzustellen, dass KI nicht an einen Punkt gelangt, an dem sie die Menschheit zerstören oder aus dem Geschehen verdrängen könnte." Er sei "relativ optimistisch", dass darüber ein Dialog in Gang kommen könne. "Ich glaube, dass es genügend Menschen gibt, die sich ernsthaft dafür interessieren und bereit sind, sich damit auseinanderzusetzen."

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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