Papst besichtigt Blaue Moschee in Istanbul

Es ist ein Zeichen des interreligiösen Dialogs: Der Pontifex besucht während seiner Türkei-Reise die berühmteste Moschee Istanbuls. Ein zuvor angekündigtes Gebet dort lässt er aber offenbar aus.
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Der Papst besucht die Blaue Moschee in Istanbul - und will damit ein Zeichen für den interreligiösen Dialog setzen.
Der Papst besucht die Blaue Moschee in Istanbul - und will damit ein Zeichen für den interreligiösen Dialog setzen. © Domenico Stinellis/AP/dpa
Istanbul

Papst Leo XIV. hat im Rahmen seines Besuchs in der Türkei die Sultan-Ahmet-Moschee in Istanbul besichtigt. Der Chef der staatlichen Religionsbehörde Diyanet empfing das Oberhaupt der katholischen Kirche in dem auch als Blaue Moschee bekannten islamischen Gotteshaus im Zentrum der Millionenmetropole. Leo betrat das Gebäude vorschriftsgemäß ohne Schuhe. Der Besuch fand unter hohen Sicherheitsvorkehrungen statt.

Die Sultan-Ahmet-Moschee ist eine der berühmtesten Moscheen Istanbuls und eine der bedeutendsten Moscheen der islamischen Welt. Sie liegt in unmittelbarer Nähe zur Hagia Sophia. Im Gegensatz zu seinen zwei Vorgängern Benedikt XVI. (2006) und Franziskus (2014) besucht Leo letztere während seines Türkei-Besuchs jedoch nicht. Die frühere Kathedrale wurde 2020 in eine Moschee umgewandelt, nachdem sie seit 1934 ein Museum gewesen war.

Der Vatikan teilte zuvor mit, Leo werde in der Blauen Moschee einen "kurzen Moment des stillen Gebets" einlegen. Doch es war zunächst unklar, ob es dazu tatsächlich gekommen war. Nach dem Besuch der Moschee hieß es vom Vatikan: "Der Papst erlebte seinen Besuch in der Moschee in Stille, in einem Geist der Betrachtung und des Zuhörens, mit tiefem Respekt vor dem Ort und dem Glauben derjenigen, die sich dort zum Gebet versammeln."

Benedikt XVI. und Franziskus verharrten während ihrer Besuche in dem islamischen Gotteshaus damals jeweils für einen Moment des stillen Gebets. Franziskus sorgte 2014 etwa für Aufsehen als er sein Haupt gen Mekka neigte und damit demonstrativ seinen Respekt vor dem Islam bekundete.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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