Kommentar

Özdemir statt Hofreiter: Ein grüner Sieg der Vernunft

Der AZ-Korrespondent Torsten Henke über die Personaldebatte bei der Ökopartei.
| Torsten Henke
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Manchmal sind die Grünen doch eine stinknormale Partei, in der um Ämter und Posten geschachert wird wie bei anderen. Obwohl: Bei den Grünen wird mitunter sogar heftiger gerungen, denn Proporz spielt eine große Rolle. Der linke und der Realo-Flügel wollen sich ebenso angemessen berücksichtigt sehen wie Frauen und Männer. Und dann gibt es noch jene, die meinen, sie seien nun einfach mal dran.

Statt Hofreiter bekommt wohl Özdemir das Agrarministerium

Dazu gehörte Fraktionschef Anton Hofreiter, der Verkehrsminister werden wollte. Doch das Amt ist an die FDP gegangen. Also wäre der Biologe doch für das Agrarministerium prädestiniert gewesen. Dass nicht er diesen Posten bekommt, sondern wohl Cem Özdemir, ist ein grüner Sieg der Vernunft.

Den humorfreien Hofreiter hätten die Bauern als Kampfansage verstanden. Mit dem "anatolischen Schwaben" Özdemir hingegen wird das Kabinett diverser. Er besitzt hohe Sympathiewerte.

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Und er hat in Stuttgart mit seinem Kurs der Mitte sein Direktmandat geholt. Ohne ihn als Minister hätten die Grünen eine Chance vertan.

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