NSA-Affäre: Wurde auch Papst Benedikt abgehört?

Die US-Abhöraffäre ist möglicherweise um eine Facette reicher: Nach italienischen Medienberichten soll auch der inzwischen zurückgetretene Papst Benedikt XVI. von der NSA abgehört worden sein.
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Rom - Wie die italienische Wochenzeitschrift „Panorama” berichtet, soll der US-Geheimdienst NSA  nicht nur Staats- und Regierungschefs sowie weitere Politiker und Diplomaten abgehört haben. Im Visier der NSA sei vielmehr auch der Vatikan gewesen. Laut "Panorama" habe die NSA zwischen 10. Dezember 2012 und 8. Januar 2013 auch Telefonate aus und in den Vatikan mitgehört. Die Aktion fällt also in das Pontifikat des im Februar 2013 zurückgetretenen Papsts Benedikt XVI.

Wie die Tagsezeitung „La Stampa“ weiter berichtet, soll NSA-Chef Keith Alexander im Oktober 2012 in Rom die Spionage-Einheit besucht haben. Zudem wird der Verdacht geäußert, dass vor dem Konklave zur Wahl eines neuen Pastes im März auch Telefonate von Kirchenvertretern in Rom belauscht worden seien. Laut „Panorama” sei auch das Kleriker-Gästehaus Ziel einer Abhöraktion gewesen, in dem Kardinal Jorge Bergoglio vor seiner Wahl zum Papst logierte.

Wie reagiert der Vatikan auf diese Verdächtigungen und Spekulationen? „Wir sind unbesorgt”, sagte Vatikansprecher.Federico Lombardi in Radio Vatikan. Es lägen ihm keine Informationen zum Sachverhalt vor.

 

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