Neuer Außenminister Tillerson trifft neuen Außenminister Gabriel

Die USA haben nach fast zweiwöchiger Vakanz wieder einen Außenminister: Rex Tillerson.
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Der eine spricht, der andere freut sich: Rex Tillerson (li.) ist neuer US-Außenminister.
dpa Der eine spricht, der andere freut sich: Rex Tillerson (li.) ist neuer US-Außenminister.

Die USA haben nach fast zweiwöchiger Vakanz wieder einen Außenminister: Rex Tillerson. Als ersten Staatsgast empfängt er heute Bundesaußenminister Sigmar Gabriel.

Washington -Die USA haben nach fast zweiwöchiger Vakanz wieder einen Außenminister: Rex Tillerson. Der US-Senat gab dem 64 Jahre alten Texaner am Mittwoch (Ortszeit) grünes Licht. Er erhielt in der Abstimmung 56 der 100 Stimmen, 43 Senatoren stimmten gegen ihn.

Tillerson wurde noch am Abend im Weißen Haus vereidigt. Am Donnerstagnachmittag (Ortszeit) soll er bereits Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (SPD) empfangen. Tillerson war von Präsident Donald Trump vorgeschlagen worden.

Politisch ist er umstritten. Er war über 40 Jahre lang Manager des Ölkonzerns ExxonMobil, zuletzt als Vorstandschef. Kritiker sehen darin eine mögliche Befangenheit. Seine Ölgeschäfte haben Tillerson auch große Nähe zu Russlands Präsident Wladimir Putin gebracht.

Tillerson hat viel zu tun

Tillerson hat extern und intern eine große Menge an Problemen vor sich. Unter anderem muss er wesentliche Teile des Einreise- und Flüchtlingsstopps umsetzen, den Präsident Donald Trump per Dekret verhängt hat. 900 US-Diplomaten aus Vertretungen in aller Welt haben dagegen im eigenen Haus protestiert.

Lesen Sie hier: Trump benennt Neil Gorsuch zum Verfassungsrichter

Neben der Syrienproblematik und den schwierigen Beziehungen zu Russland sind just zu Tillersons Amtsantritt auch die Krisenherde in der Ukraine und im Iran wieder neu aufgeflammt. Der Nationale Sicherheitsberater Michael Flynn hatte den Iran wegen seines jüngsten Raketentests am Mittwoch offiziell verwarnt.

Die Beziehungen hatten sich bereits in den vergangenen Wochen eingetrübt. Trumps Rhetorik zum internationalen Atomabkommen mit dem Iran hat die Stimmung weiter verschlechtert.

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