Mit diesem verrückten Vorhaben versetzt Trump Londoner in Panik

Für seinen Besuch bei der Queen in London hat sich der US-Präsident eine Sache in den Kopf gesetzt, die die Sicherheitskräfte schon jetzt in Angst und Panik versetzt.
| AZ/dpa
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US-Präsident Trump will bald die Queen im Buckingham Palace besuchen. (Symbolbild)
dpa/Alex Brandon/AP US-Präsident Trump will bald die Queen im Buckingham Palace besuchen. (Symbolbild)

Für seinen Besuch bei der Queen in London hat sich der US-Präsident eine Sache in den Kopf gesetzt, die die Sicherheitskräfte schon jetzt in Alarmbereitschaft versetzt. Sie befürchten eine enorme Gefahr für die Stadt, den Präsidenten und englische Queen.

London - Es dauert wohl noch ein halbes Jahr, bis Donald Trump englische Queen besucht. Die Sicherheitskräfte sind allerdings schon jetzt in Alarmbereitschaft. Der Grund: Der US-Präsident will dann angeblich unbedingt mit einer goldverzierten Kutsche durch die Stadt gefahren werden. Er bestehe darauf, berichtet die britische Zeitung The Times. Entsprechend müssten sehr große Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden, so das Blatt. Die Visite sei in der zweiten Oktoberwoche geplant. Der Buckingham-Palast und ein Regierungssprecher wollten am Sonntag in London keine Stellungnahme dazu abgeben.

Sicherheitsvorkehrungen würden alle bisherigen Staatsbesuche in Schatten stellen

Frühere US-Präsidenten wurden oft erst Jahre nach ihrem Amtsantritt mit dem vollen Pomp des Königshauses empfangen. Zum Staatsempfang gehört neben einer Prozession in der Kutsche auf Londons Paradestraße "The Mall" auch ein Staatsbankett im Buckingham-Palast. Scotland Yard rechnet mit Zehntausenden Demonstranten bei Trumps Besuch.

Die Sicherheitsvorkehrungen im Oktober würden alle bisherigen Staatsbesuche in den Schatten stellen, zitierte die Times britische Sicherheitskreise. Die Limousine, die Trump in den USA benutze, biete sogar Schutz vor kleinen Raketen. "Wenn er aber in einer Kutsche sitzt, die von Pferden auf der "Mall" gezogen wird, dann steigt der Risikofaktor dramatisch an", sagte eine nicht näher genannte Quelle. Die Limousine Trumps ist mit Karbon und Titan extrem gepanzert.

Wem ein solcher Staatsbesuch zusteht, entscheidet in erster Linie die britische Regierung. Diese Ehre wird nur wenigen zuteil. Nach Angaben des Buckingham-Palastes gibt es pro Jahr ein bis drei dieser Visiten in Großbritannien. Darunter seien bislang zwei US-Präsidenten gewesen: George W. Bush (2003) und Barack Obama (2011). Obama hatte aus Sicherheitsgründen auf die Kutschfahrt verzichtet.

Zehntausende demonstrierten bereits gegen Empfang von Trump

Die britische Premierministerin Theresa May hatte Trump während ihres Besuchs in Washington Ende Januar im Namen der Queen eingeladen. Ein konkreter Termin für den Besuch wurde offiziell noch nicht genannt.

Zehntausende Briten hatten bereits gegen den Staatsbesuch in verschiedenen britischen Städten demonstriert. Sie werfen May vor, sich mit der Einladung bei Trump anzubiedern.

Mehr als 1,8 Millionen Briten sprachen sich zudem in einer Petition dafür aus, den Besuch mit allen zeremoniellen Ehren herabzustufen. Doch die Regierung in London betonte, dass die Einladung steht.

Eine Rede Trumps vor dem Londoner Parlament hatte Unterhaussprecher John Bercow bereits ausgeschlossen. In einer Aufsehen erregenden Rede warf er dem US-Präsidenten indirekt Sexismus und Rassismus vor.

Lesen Sie auch: Tausende fordern von Trump, Steuerunterlagen offenzulegen

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