Ministerpräsident 2018? Seehofer will Guttenberg zurück

Dass Horst Seehofer sich einen anderen Nachfolger als Markus Söder wünscht, ist hinreichend bekannt. Doch jetzt ließ er erstmals durchblicken, wie weit er offenbar bereit zu gehen wäre, damit der Franke nicht Ministerpräsident wird.
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Seehofer und zu Guttenberg: Der Parteichef und sein Wunschnachfolger.
dpa Seehofer und zu Guttenberg: Der Parteichef und sein Wunschnachfolger.

München – Bislang schien die Seehofer-Nachfolge auf einen Zweikampf rauszulaufen: Söder oder Aigner? Nun bringt der Ministerpräsident jedoch selbst einen dritten Kandidaten ins Spiel. Der gefallene CSU-Superstar Karl-Theodor zu Guttenberg soll aus den USA zurück an die Isar gelockt werden.

Lesen Sie hier: CSU-Paukenschlag - Guttenberg im Wahlkampf-Team

Nach Informationen der Süddeutschen Zeitung soll Seehofer dafür bereit sein, Guttenberg die höchsten Ämter auf dem Silbertablett zu servieren. Offenbar hat er seinem Wunschkandidaten nicht nur den Parteivorsitz sondern auch die Spitzenkandidatur für die Bundestagswahl 2017 angetragen. Eine Rückkehr in den Bundestag wäre damit also gesichert.

 

Schlechte Erfahrungen mit einer CSU-Doppelspitze

 

Diese Konstellation hätte jedoch noch deutlich mehr Sprengkraft – denn immerhin ist der Parteivorsitzende bei der CSU traditionell der erste Anwärter auf das Amt des Bayerischen Ministerpräsidenten. Eine der wenigen Ausnahmen stellt die Landtagswahl 2008 dar, als die CSU-Doppelspitze in der Post-Stoiber-Ära aus Parteichef Erwin Huber und Ministerpräsident Günther Beckstein bestand. Das damalige schlechte Abschneiden bei der Wahl brachte übrigens Horst Seehofer an die Parteispitze.

Lesen Sie auch den AZ-Kommentar: Sein letzter Wille

 

Guttenberg sagt ab - "Mein lausiger Umgang mit dem Rücktritt"

 

Dessen Wunschnachfolger scheint allerdings noch keine Lust auf Landespolitik und Wahlkampf zu haben: Nach Informationen der SZ sagte er Seehofer ab. Gegenüber der Zeitung lieferte er dafür auch eine bemerkenswerte Begründung: Einerseits lasse ihm die Expansion seiner Beratungs- und Investmentfirma für ein solches Engagement überhaupt keine Zeit. Und: "Unabhängig davon würden die berechtigten Gründe für meinen Rücktritt sowie mein lausiger Umgang damit eine Rückkehr nicht rechtfertigen."

Lesen Sie hier: Guttenberg hat einen Bart

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