Treffen der EU-Innenminister zu Ceuta am Dienstag

Nach dem Ansturm Zehntausender Migranten auf die spanische Exklave Ceuta herrscht Unruhe in der EU. Nun sollen die Innenminister die Lage erörtern.
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Die Innenministerinnen und Innenminister der EU sollen am Dienstag zusammenkommen.
Die Innenministerinnen und Innenminister der EU sollen am Dienstag zusammenkommen. © Antonio Sempere/AP/dpa
Dublin/Brüssel

Angesichts wachsender Unruhe in der EU nach dem Ansturm Zehntausender Migranten auf die spanische Exklave Ceuta in Nordafrika sollen die Innenminister der Mitgliedstaaten am Dienstag zu Beratungen zusammenkommen. Das teilte der irische Regierungschef Micheál Martin auf Facebook mit. Sein Land hat derzeit den EU-Ratsvorsitz inne. Geleitet wird das Treffen demnach von dem irischen Innenminister Jim O'Callaghan.

Erörtert werden sollen den Angaben zufolge die Entwicklungen in Ceuta. "Wir stehen weiterhin in engem Kontakt mit allen EU-Mitgliedstaaten und den Institutionen und beobachten die Lage weiterhin aufmerksam", so Martin.

50.000 bis 60.000 Menschen hatten es innerhalb kurzer Zeit von Marokko aus nach Ceuta geschafft, mindestens 67 Menschen kamen bei dem Versuch ums Leben. Einsatzkräfte suchten das Meer weiter ab. 

Nach den Ereignissen in Ceuta hatten mehrere EU-Länder den Druck auf Spanien erhöht. In einem Brief, den auch Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) unterzeichnet hat, äußerten 22 der 27 Staats- und Regierungschefs große Besorgnis über die Lage. Sie warfen Madrid indirekt vor, den Menschen mit jüngsten Entscheidungen Anreize gegeben zu haben, den Weg in die EU zu wagen. 

Auch Spaniens Ministerpräsident beschwert sich

Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez beschwerte sich seinerseits in einem Brief an Irlands Regierungschef Martin über das Verhalten einiger Mitgliedstaaten in der Ceuta-Krise. Er erinnerte daran, dass Ceuta nicht zum Schengen-Raum gehört. Das bedeute, dass die Menschen von dort aus nicht einfach in andere EU-Länder weiterreisen könnten. Einen identischen Brief habe auch EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen von Sánchez erhalten, berichtete der staatliche spanische TV-Sender RTVE.

Nach Angaben der spanischen Regierung sind unterdessen fast alle Migranten nach Marokko zurückgekehrt. 

Auch in der zweiten spanischen Exklave in Nordafrika, Melilla, herrschte zeitweise Alarmbereitschaft. Am Freitagabend und in der Nacht sollen etwa 1.000 Menschen versucht haben, über die Grenze zu kommen, wie der staatliche Sender RTVE berichtete. Nur wenigen soll der Übertritt gelungen sein.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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