Merz würdigt strategische Partnerschaft mit Norwegen

Es ist eine der wenigen Auslandsreisen des Kanzlers, bei denen es nicht in eine Hauptstadt geht. In Norwegen macht Merz stattdessen Station an zwei Orten nördlich des Polarkreises.
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Gleich nach der Ankunft traf sich der Kanzler mit Norwegens Regierungschef zum Vier-Augen-Gespräch.
Gleich nach der Ankunft traf sich der Kanzler mit Norwegens Regierungschef zum Vier-Augen-Gespräch. © Soeren Stache/dpa
Andenes

  Zum Auftakt seines Norwegen-Besuchs hat Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) die Bedeutung der strategischen Partnerschaft mit dem Nato-Land betont. Die Zusammenarbeit funktioniere "äußerst gut" und habe "Potenzial für die Zukunft", sagte er bei einem Gespräch mit Ministerpräsident Jonas Gahr Støre gleich nach seiner Ankunft auf der Insel Andoya 300 Kilometer nördlich des Polarkreises.

Am Freitag wollen die beiden Regierungschefs dort den Weltraumbahnhof Andoya Space Port besuchen, wo seit 1962 mehr als 700 Forschungsraketen und -ballons gestartet sind. In wenigen Tagen soll von dort aus die deutsche Orbitalrakete "Spectrum" getestet werden, die für den Transport erdnaher Satelliten in die Umlaufbahn entwickelt wurde.

Militärübung mit deutscher Beteiligung

Anschließend geht es weiter zum Militärstützpunkt Bardufoss. Dort machen sich Merz und Støre zusammen mit dem kanadischen Premierminister Mark Carney ein Bild von der Übung Cold Response, an der nach Angaben der norwegischen Streitkräfte mehr als 32.500 Soldaten aus 14 Nato-Staaten in Norwegen und Finnland teilnehmen – darunter 1.600 Bundeswehrsoldaten. Die drei Regierungschefs wollen auch über den Einstieg Kanadas in die gemeinsame Produktion von U-Booten beraten, bei der Deutschland und Norwegen bereits kooperieren.

48 Prozent des Erdgases kommt aus Norwegen

Bei dem Besuch wird es außerdem um die Energieversorgung in Zeiten steigender Öl- und Gaspreise wegen des Iran-Kriegs gehen. 48 Prozent der deutschen Erdgasimporte und 9 Prozent der Ölimporte kommen aus Norwegen.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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