Merz rechnet mit "sehr, sehr schwierigen" EU-Verhandlungen

Seit Monaten pocht die Bundesregierung auf ein deutlich kleineres neues EU-Budget als bislang vorgeschlagen. Noch ist keine Einigung in Sicht. Braucht Merz für künftige Treffen einen größeren Koffer?
dpa |
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Die EU-Länder versuchen, sich bis Jahresende auf einen Kompromiss für den billionenschweren Gemeinschaftshaushalt für die Jahre 2028 bis 2034 zu verständigen.
Die EU-Länder versuchen, sich bis Jahresende auf einen Kompromiss für den billionenschweren Gemeinschaftshaushalt für die Jahre 2028 bis 2034 zu verständigen. © Michael Kappeler/dpa
Brüssel

Im Ringen um den neuen langfristigen EU-Haushalt sieht Bundeskanzler Friedrich Merz keinen Durchbruch in Reichweite. "Wir sind in sehr, sehr schwierigen Verhandlungen über die zukünftigen Finanzen der Europäischen Union", sagte Merz bei einem Treffen mit den anderen EU-Staats- und Regierungschefs in Brüssel. Er rechne nicht damit, in diesen Tagen zu einem Ergebnis zu kommen. 

Als Ziel gilt, bis Jahresende einen Kompromiss für den billionenschweren Etat für die Jahre 2028 bis 2034 zu finden. Nun liege man zweieinhalb Monate vor dem Ende des Jahres sehr weit auseinander, so Merz. Das heiße nicht, dass man nicht bei weiteren geplanten Zusammenkünften zu Lösungen kommen könne. Für das Gipfeltreffen im Dezember aber sollte man "ein paar Oberhemden mehr einpacken als üblicherweise", sagte Merz. 

Letzte Schlussrunde dauerte 91 Stunden

Damit meint er, dass der üblicherweise ein oder zwei Tage dauernde Dezember-Gipfel sich über mehrere Tage strecken könnte. 2020 dauerte die entscheidende Verhandlungsrunde für den Haushalt 2021 bis 2027 fast vier volle Tage - gut 91 Stunden. 

Der derzeit auf dem Tisch liegende Vorschlag sieht vor, den nächsten Etat gegenüber einem ursprünglichen Vorschlag der EU-Kommission um rund 159 Milliarden Euro auf insgesamt rund 1,826 Billionen Euro für den Siebenjahreszeitraum zu kürzen. Merz weist das als inakzeptabel zurück und fordert stattdessen Kürzungen um mehrere Hundert Milliarden. 

Deutschland trägt als größte Volkswirtschaft der EU den größten Anteil zum Gemeinschaftsbudget bei und zahlt unter dem Strich mehr in den Topf ein, als es herausbekommt.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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