Martin Zeil: Auf heikler Mission mit Ehefrau

Im AZ-Interview: Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP) eröffnet in Istanbul eine bayerische Repräsentanz und erzählt, warum er mit seiner Ehefrau in die Türkei gereist ist.
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Bayerns FDP-Wirtschaftsminister Martin Zeil fährt nun Hybrid.
dpa Bayerns FDP-Wirtschaftsminister Martin Zeil fährt nun Hybrid.

Im AZ-Interview: Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP) eröffnet in Istanbul eine bayerische Repräsentanz und erzählt, warum er mit seiner Ehefrau in die Türkei gereist ist.

AZ: Hallo, Herr Minister.

MARTIN ZEIL: Schönen Gruß aus Istanbul und Ankara.

Bayern hat jetzt eine Auslandsrepräsentanz in der Türkei. Dabei stänkert die CSU doch immer gegen das Land. Wie passt das zusammen?

Wir intensivieren die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Bayern und der Türkei. Das geschieht völlig unabhängig von der Frage des EU-Beitritts. Ich vertrete hier die Position der Bundesregierung, dass die Beitrittsverhandlungen mit der Türkei ergebnisoffen geführt werden müssen. Das hat auch Außenminister Guido Westerwelle der Türkei bei seinem Besuch bestätigt. Ich habe keine Anhaltspunkte, dass die CSU diese Position nicht teilt.

Wie wichtig ist die Türkei für Bayern?

Die Türkei gehört zu unseren 20 wichtigsten Handelspartnern. Das Interesse an Bayern ist hier sehr groß. Es gibt eine enorme Freundlichkeit uns gegenüber. Für bayerische Unternehmen bietet die Türkei hervorragende Möglichkeiten.

Warum begleitet Ihre Ehefrau Sie auf dieser Reise?

Meine Frau begleitet mich ab und an auf Reisen, dann natürlich auf eigene Kosten. Hier in der Türkei hat sie soziale Projekte besichtigt.

Reist man bei der FDP lieber mit Partner?

Das ist keine Sache der FDP. Es ist durchaus üblich, dass ein Minister in Begleitung seiner Ehefrau reist. Die ganze Diskussion nimmt für mich inzwischen absurde Züge an.

Westerwelle steht in der Kritik, weil sein Partner Michael Mronz sich bei diesen Reisen einen geschäftlichen Vorteil verschaffen könnte.

Das sehe ich nicht so. Es gibt dafür nicht den geringsten Anhaltspunkt. Die Art und Weise wie hier diskutiert wird, markiert einen Tiefpunkt der politischen Kultur.

Nach welchen Kriterien haben Sie Ihre Delegation ausgesucht?

Die Auswahl erfolgt nach einem im bayerischen Wirtschaftsministerium seit vielen Jahren bewährten Verfahren. Ich habe hier keine Änderung vorgenommen. Es werden zunächst Branchen-Schwerpunkte festgelegt. Dann wird die Reise ausgeschrieben und beworben. Es kann sich jedes interessierte Unternehmen bewerben. Auf die Zusammensetzung der Delegation nehme ich persönlich keinen Einfluss.

Sind in der Türkei auch FDP-Spezl und Spender dabei?

Das ist keine Kategorie, nach der wir die Delegation zusammensetzen.Interview: Angela Böhm

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