Lindner: FDP-Präsidium wird weitgehend neu besetzt

FDP-Generalsekretär Christian Lindner hat den Willen zum radikalen personellen Umbau der Parteispitze unterstrichen. "Wir werden das Präsidium weitgehend neu besetzen", sagte Lindner der "Passauer Neuen Presse".
| dpa
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FDP-Generalsekretär Christian Lindner hat den Willen zum radikalen personellen Umbau der Parteispitze unterstrichen. "Wir werden das Präsidium weitgehend neu besetzen", sagte Lindner der "Passauer Neuen Presse".

Berlin - "Am Ende muss eine FDP stehen, deren Führung aus mindestens drei politischen Generationen besteht." Die Partei könne nicht nur von unter Vierzigjährigen geführt werden.

Lindner ließ offen, ob er eine erneute Kandidatur von Rainer Brüderle für das Amt des stellvertretenden Bundesvorsitzenden unterstützen würde. Als Wirtschaftsminister bleibe Brüderle an Bord. Er stehe "für die Kontinuität unserer klassischen Kompetenzen und Prinzipien".

Der künftige FDP-Chef Philipp Rösler will vor dem Wahlparteitag Mitte Mai in Rostock einen Personalvorschlag für die künftige Parteispitze vorlegen. Als mögliche Kandidaten werden unter anderen die Hamburger FDP-Wahlsiegerin Katja Suding (35) und der baden-württembergische Bundestagsabgeordnete Florian Toncar (31) genannt. Er gilt als möglicher Kandidat für den Fall, dass Fraktionschefin Birgit Homburger (45) nicht mehr für einen Präsidiumsplatz antritt.

Homburger wird sich vermutlich erst nach Sitzungen der FDP-Führungsgremien in Baden-Württemberg an diesem Wochenende entscheiden. Das Präsidium der Bundespartei tagt am Montag wieder.

Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger aus Bayern überlegt, ob sie sich für einen der drei Stellvertreter-Posten bewerben soll. Bislang ist sie Beisitzerin im Präsidium. Die beiden bisherigen stellvertretenden Parteichefs Cornelia Pieper und Andreas Pinkwart treten nicht mehr an. Als weitere Interessenten gelten die FDP-Landesvorsitzenden aus Nordrhein-Westfalen und Hessen, Daniel Bahr und Jörg-Uwe Hahn. Aus dem Präsidium ausscheiden wird Schatzmeister Hermann Otto Solms. Seine Position soll der Niedersachse Patrick Döring übernehmen.

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