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Laschet gegen Söder: Volles Risiko

Der AZ-Korrespondent Claus Schöner über das Duell Laschet gegen Söder.
| Claus Schöner
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Ob Bayerns Ministerpräsident Markus Söder wirklich darauf gesetzt hat, dass sich das CDU-Präsidium gegen die Kanzlerkandidatur des Chef-Christdemokraten Armin Laschet ausspricht und nach Söder ruft? Im Vorstand war die Unterstützung für den Chef des größten Landesverbandes Nordrhein-Westfalen zwar nicht überragend, doch es wird für den Aachener reichen, um nach der Kandidatur zu greifen.

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Söder kämpft dennoch weiter und baut auf seine Popularität. Die Schwesterpartei wird er allerdings kaum umstimmen können. Die Konsequenz: Die Union wird aller Voraussicht nach versuchen, das Kanzleramt mit einem Kandidaten zu verteidigen, der in allen Umfragen nicht nur weit hinter Söder, sondern auch hinter Olaf Scholz von der SPD sowie hinter den Grünen Annalena Baerbock und Robert Habeck liegt. Die Union ginge mit Laschet aus parteitaktischem Kalkül volles Risiko.

In jedem Fall ist das Signal, das von dem Ringen der Parteichefs während der größten Krise in der Geschichte der Republik ausgeht, verheerend. Söder ist dennoch fein raus: Erlebt die Union mit Laschet am 26. September ein Debakel, wird er sagen: Ich wäre der bessere Kandidat gewesen. Aber die CDU wollte mich ja nicht.

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