Kraftstoffausgabe im russisch besetzten Luhansk begrenzt

Bei ihren Gegenangriffen nimmt die Ukraine die russische Ölindustrie ins Visier. Nach Einschränkungen auf der annektierten Halbinsel Krim folgen nun Tank-Begrenzungen der Besatzer im Gebiet Luhansk.
dpa |
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Weil die Gefahr der Verknappung bestehe, begrenzen Besatzungsbehörden im Gebiet Luhansk die Kraftstoffausgabe. (Illustration)
Weil die Gefahr der Verknappung bestehe, begrenzen Besatzungsbehörden im Gebiet Luhansk die Kraftstoffausgabe. (Illustration) © Sven Hoppe/dpa
Luhansk

Nach der Einführung von Benzin- und Diesel-Limits auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim müssen sich nun auch die Menschen im besetzten ukrainischen Gebiet Luhansk auf eine begrenzte Ausgabe von Kraftstoff einstellen. Bei den Marken AI-95 (entspricht Super in Europa) und AI-92 (Normal) sowie Diesel werde die Abgabe auf höchstens 20 Liter pro Person beschränkt, meldete die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf die Besatzungsbehörden. 

Begründet wurde der Schritt demnach mit den derzeitigen Vorräten und einer gestiegenen Kraftstoffnachfrage in den vergangenen Tagen. Es handele sich um vorübergehende Beschränkungen, hieß es weiter.

Auf der 2014 von Russland annektierten Schwarzmeerhalbinsel Krim war bereits am Wochenende eine vorübergehende Begrenzung für die Ausgabe von Benzin eingeführt worden. Die russische Regierung untersagte außerdem erstmals und zunächst bis Ende November die Ausfuhr von Kerosin. "Ziel des Beschlusses ist die Gewährleistung einer stabilen Lage auf dem Binnenmarkt für Treibstoffe", hieß es in einer Mitteilung.

In dem vor mehr als vier Jahren von Kremlchef Wladimir Putin befohlenen Angriffskrieg gegen die Ukraine setzt Kiews Militär bei seinen Gegenangriffen seit Monaten auf Attacken gegen die russische Ölindustrie. Damit will die Ukraine den Treibstoffnachschub für die russische Armee stören und die für Moskaus Kriegskasse wichtigen Einnahmen aus dem Energiegeschäft schmälern.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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