Kardinäle bereiten in Rom die Papst-Wahl vor

Am Freitag sind die Kardinäle der katholischen Kirche offiziell aufgefordert worden, sich für die Vorbereitungen auf das Konklave in Rom zu versammeln.
| dpa
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Rom - Nach dem historischen Rücktritt von Papst Benedikt XVI. beginnt die Suche nach einem Nachfolger: Die Kardinäle der katholischen Kirche sind am Freitag offiziell aufgefordert worden, sich für die Vorbereitungen auf das Konklave in Rom zu versammeln.

Die Briefe seien vom Dekan des Kardinalskollegiums, Angelo Sodano, verschickt worden, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa. Das Kollegium soll demnach am kommenden Montag um 9.30 Uhr im Vatikan im Neuen Synodensaal zusammentreffen, um die Wahl des neuen Papstes vorzubereiten.

An dem Konklave sollen nach Vatikan-Angaben voraussichtlich 115 Kardinäle teilnehmen. Wann es beginnt, ist noch offen. Über den Zeitpunkt soll laut Ansa erst entschieden werden, wenn alle wahlberechtigten Kardinäle in Rom eingetroffen sind. Im Vatikan hat am Donnerstagabend die Übergangszeit der Sedisvakanz ("leerer Stuhl Petri") begonnen.

Auch auf dem Twitter-Account des Papstes herrscht nun der "leere Stuhl". Im Kanal "@Pontifex" wurden das Profilbild des 85-jährigen Deutschen durch das Symbol des Heiligen Stuhles ersetzt und der Name in "Sede vacante" geändert. Alle Tweets von Benedikt wurden archiviert. Der Account soll zunächst ruhen, bis der neue Papst entschieden hat, ob er auf dem gleichen Kanal weiter twittern möchte.

Das knapp achtjährige Pontifikat Benedikts endete am Donnerstagabend wie von ihm bestimmt um 20.00 Uhr - eine Zäsur für die katholische Kirche. Denn der Deutsche ist der erste Papst der Neuzeit, der von seinem Amt zurücktrat.

Während seiner letzten Stunden im Vatikan hatte sich Benedikt am Donnerstag von den Kardinälen und seinen Mitarbeitern verabschiedet und seinem Nachfolger "bedingungslose Hochachtung und Gehorsam" versprochen. Später flog er mit seinem Privatsekretär Georg Gänswein im Hubschrauber in die Sommerresidenz Castel Gandolfo vor den Toren Roms, wo er die kommenden zwei Monate leben will. Später zieht er in ein Kloster im Vatikan, um sich völlig zurückgezogen dem Gebet und der Meditation zu widmen. Um 20.00 Uhr wurde als symbolisches Zeichen für das Ende des Pontifikats das Portal der Residenz geschlossen.

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