Ist die SPD noch zu retten?

Der AZ-Berlin-Korrespondent Torsten Henke über die SPD im Selbstzerstörungsmodus.
| Torsten Henke
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Schaut recht ratlos drein: Andrea Nahles im ZDF.
Jule Roehr/ZDF/dpa Schaut recht ratlos drein: Andrea Nahles im ZDF.

Ist die SPD noch zu retten? Derzeit jedenfalls läuft sie voll im Selbstzerstörungsmodus. Die Vorsitzende ist unfähig, ihn zu stoppen – und ihre Gegner sind Heckenschützen, die nicht den Mumm haben, Verantwortung zu übernehmen. Sie warten ab, bis die Partei bei den Landtagswahlen im Osten ein weiteres historisches Debakel einfährt und Andrea Nahles freiwillig Platz macht. Sie hoffen, dass es dann nur noch aufwärtsgehen kann. Wenn das mal kein Irrtum ist.

Es war nicht nur Nahles, die das Klimaschutz-Thema unterschätzt hat. Der Misserfolg hat viele Mütter und Väter. Ein Kapuzenpulli hat aus Katarina Barley noch keine leidenschaftliche Wahlkämpferin gemacht. Hubertus Heils Respektrente hat keinen Rückenwind gegeben, weil viele Bürger sie als ungerecht empfinden. Aus der zukunftsbejahenden Partei von einst ist eine verzagte geworden, eine modernisierungsverweigernde Klientelpartei, die die Interessen der Alten vertritt. Und weit und breit ist niemand in Sicht, der sie neu erfinden könnte. Doch ohne eine neue Geschichte, die auch die Menschen in der Mitte in ihren Bann zieht, wird das Siechtum der "alten Tante" weitergehen.

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