IDAHOBIT: Auswärtiges Amt zeigt Regenbogenflagge

Flagge zeigen in Berlin: das Auswärtige Amt hat anlässlich des Tages gegen Homophobie, Transphobie, Biphobie und Interphobie eine große Regenboggenflagge vor seinem Hauptsitz aufgespannt. Das Amt zeigt so seine Unterstützung für den Tag und solidarisiert sich mit Millionen Menschen weltweit, die wegen ihrer Sexualität oder Geschlechtsidentität verfolgt werden.
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Marcel J. aus Dresden (l) und Henri V. aus Berlin stehen, gehüllt in eine Regenbogenflagge, am 30.06.2017 bei einer Veranstaltung der SPD zur Ehe für alle vor dem Brandenburger Tor in Berlin.
dpa/ Michael Kappeler Marcel J. aus Dresden (l) und Henri V. aus Berlin stehen, gehüllt in eine Regenbogenflagge, am 30.06.2017 bei einer Veranstaltung der SPD zur Ehe für alle vor dem Brandenburger Tor in Berlin.

Flagge zeigen in Berlin: das Auswärtige Amt hat anlässlich des Tages gegen Homophobie, Transphobie, Biphobie und Interphobie eine große Regenboggenflagge vor seinem Hauptsitz aufgespannt. Das Außenministerium zeigt so seine Unterstützung für den Tag und solidarisiert sich mit Millionen Menschen weltweit, die wegen ihrer Sexualität oder Geschlechtsidentität verfolgt werden.

Berlin - Hier zeigt jemand richtig Regenbogenflagge! Der 17. Mai ist internationaler Tag gegen Homophobie, Transphobie, Biphobie und Interphobie, kurz IDAHOBIT. Seit 2005 wird an diesem Tag medial besonders stark auf die Ausgrenzung von Menschen aufmerksam gemacht, deren sexuelle Orientierung oder Geschlechtsidentität von der Heteronormativität abweichen.

Das Auswärtige Amt in Berlin hat den Tag zum Anlass genommen, eine augenscheinlich mehrere Quadratmeter große Regenbogenflagge vor seinem Hauptsitz am Werderschen Markt aufzuspannen. Auf Instagram postete das Ministerium von Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) ein Foto von der Aktion.

Darunter kommentiere das Amt: "Noch immer werden Homosexuelle in vielen Teilen der Welt verfolgt und von der Gesellschaft ausgegrenzt. Aber LGBTI-Rechte sind Menschenrechte. Deshalb zeigen wir auf der ganzen Welt Flagge für Vielfalt, Akzeptanz und gleiche Rechte!"

Bundesregierung äußert sich zum IDAHOBIT

Die Beauftragte der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik im Auswärtigen Amt, Bärbel Kofler (SPD), sagte zum IDAHOBIT am Freitag: "Der Einsatz für gleiche Menschenrechte für alle Menschen – unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität – ist ein Kernelement unserer Menschenrechtspolitik." Die Bundesregierung setze sich für eine Gesellschaft ein, "die sexuelle und geschlechtliche Vielfalt willkommen heißt und respektiert – in Deutschland und in der Welt." Außenminister Maas setzte zudem einen Tweet ab, in dem steht: "Liebe, wen Du willst." 

Die Nutzer-Kommentare unter dem Posting zeigen, wie nötig solche Aktionen und Bekenntnisse immer noch sind. Neben vielen positiven Stimmen, finden sich auch einige, die ihre Ablehnung gegenüber Menschen zum Ausdruck bringen, deren Sexualität oder Geschlechtsidentität von dem abweicht, was sie als "normal" ansehen. 

Das Datum für den IDAHOBIT geht auf den 17. Mai 1990 zurück. An jenem Tag strich die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Homosexualität aus ihrem Diagnoseschlüssel für Krankheiten. Bis dato war die Liebe zum gleichen Geschlecht als eine medizinische Diagnose - und damit als Krankheit - betrachtet worden.

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