Huml will Pflegeausbildung über bundesweiten Fonds finanzieren

Vielerorts im Land fehlen Pflegekräfte. Das soll sich ändern, wenn es nach Gesundheitsministerin Huml geht – notfalls auch durch eine kostenlose Ausbildung.
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Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU).
Andreas Gebert/dpa Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU).

Vielerorts im Land fehlen Pflegekräfte. Das soll sich ändern – auch durch eine kostenlose Ausbildung. Gesundheitsministerin Huml schlägt zur Finanzierung einen Ausbildungsfonds vor, der sich aus vielen Quellen speisen soll – vielleicht teilweise auch aus Steuermitten.

München - Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml (CSU) will die geplante gemeinsame Ausbildung von Kranken- und Altenpflegern über einen breit angelegten Fonds finanzieren. Dieser soll sich notfalls zum Teil auch aus Steuermitteln speisen. Das Geld solle nicht nur von der gesetzlichen Krankenversicherung, den Kliniken und den Trägern von Pflegeheimen kommen, sondern auch von der gesetzlichen Pflegeversicherung, sagte Huml der Nachrichtenagentur dpa in München. Und auch eine teilweise Finanzierung aus Steuermitteln „könnte man sich überlegen“.

Bund und Länder hatten sich am vergangenen Mittwoch darauf verständigt, dass es eine gemeinsame Ausbildung für die verschiedenen Pflegeberufe geben und dass das heute oft fällige Schulgeld entfallen soll. Damit will die Politik dem wachsenden Mangel an Pflegekräften entgegenwirken.

Huml sprach sich für eine bessere Bezahlung der ambulanten Pflege aus. Da gebe es im Vergleich zum stationären Bereich Nachholbedarf - das solle bei der Pflegereform auch finanziell berücksichtigt werden. „Das Geld muss da ankommen, wo die Menschen in der Pflege arbeiten“, betonte Huml. Zwei Drittel aller Pflegebedürftigen würden eben zu Hause versorgt. Und dieser Anteil steige immer weiter. „Der Wunsch ist da, möglichst lange in den eigenen vier Wänden zu bleiben.“

Pflegekräfte sollten nach Ansicht Humls von überflüssiger Bürokratie befreit werden. Wenn man gewisse Dokumentationspflichten etwas lockern würde, hätten die Pfleger wieder mehr Zeit für die Menschen.

Zudem bekräftigte Huml die Absicht von Union und SPD in Berlin, die Pflege von Angehörigen mit dem Beruf besser vereinbar zu machen. Dazu gehöre etwa die Möglichkeit, eine zehntägige Auszeit für die Organisation der Pflege eines nahen Angehörigen zu nehmen.

 

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