Guttenberg oder Seehofer? Friedrich schließt Personaldebatte bei CSU aus

Über einen Wechsel an der Parteispitze wird laut CSU-Landesgruppenchef Hans-Peter Friedrich in Wildbad Kreuth nicht debattiert. CSU-Chef Horst Seehofer macht den Fortbestand der schwarz-gelben Koalition in Berlin unterdessen vom Schicksal der FDP abhängig.
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Er freue sich, dass die CSU viele beliebte Politiker habe, so Hans-Peter Friedrich, Chef der CSU-Landesgruppe.
dpa Er freue sich, dass die CSU viele beliebte Politiker habe, so Hans-Peter Friedrich, Chef der CSU-Landesgruppe.

BERLIN - Über einen Wechsel an der Parteispitze wird laut CSU-Landesgruppenchef Hans-Peter Friedrich in Wildbad Kreuth nicht debattiert. CSU-Chef Horst Seehofer macht den Fortbestand der schwarz-gelben Koalition in Berlin unterdessen vom Schicksal der FDP abhängig.

Unmittelbar vor der traditionellen Klausurtagung der CSU-Landesgruppe in Wildbad Kreuth hat ihr Chef Hans-Peter Friedrich eine Debatte über einen Wechsel an der Parteispitze ausgeschlossen. „Es gibt keine Personaldiskussion“, sagte er am Mittwoch im ARD-Mogenmagazin mit Blick auf Forderungen, der populäre Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg solle den Parteivorsitzenden und bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer ablösen. Vielmehr freue er sich, dass die CSU viele beliebte Politiker habe.

Friedrich betonte, der Eindruck einer Partei werde geprägt von einer Mannschaftsleistung. Die Landesgruppe wollte am Mittwoch ab 14.30 Uhr zu ihrer Klausurtagung zusammenkommen.

Gemeinsam wollen die Bundestagsabgeordneten die politische Marschroute für das Jahr 2011 abstecken. Hauptthemen des dreitägigen Treffens sind die Innere Sicherheit, der Euro und die Finanzkrise sowie die Sicherung des Aufschwungs in Deutschland.

Als Gäste werden unter anderem die ehemalige Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche Deutschlands, Margot Käßmann, BKA-Chef Jörg Ziercke und der Präsident der Europäischen Zentralbank, Jean-Claude Trichet, erwartet.

Seehofer: Schicksal der Koalition hängt an FDP

CSU-Chef Horst Seehofer macht den Fortbestand der schwarz-gelben Koalition in Berlin unterdessen von einer Erholung der FDP abhängig. „Ich habe die Hoffnung, dass sich die FDP stabilisiert“, sagte Seehofer der „Süddeutschen Zeitung“ vor dem Dreikönigstreffen der Liberalen und der Rede von Parteichef Guido Westerwelle. Es gehe dabei „schlicht auch um die Koalition“, sagte der Bayerische Ministerpräsident. „Christlich-liberal oder rot-grün, das ist die Alternative.“ Die Liberalen treffen sich am Donnerstag zu ihrem politischen Jahresauftakt in Stuttgart.

Seehofer, der in der Vergangenheit in politischen Streitfragen, aber auch mittels rhetorischer Sticheleien immer mal wieder zu den Gegenspielern Westerwelles gehört hatte, stellte sich jetzt klar hinter den FDP-Vorsitzenden. „Für mich gehört er zu den ganz starken Figuren des deutschen Liberalismus“, sagte Seehofer. Gleichwohl seien die Ursachen für die Probleme der Koalition derzeit „die Situation bei den Liberalen“ und deren Umfragewerte.

dapd

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