Günther: Bundeswehr im Inneren bei Drohnenabwehr einsetzen

Soll die Bundeswehr auch im Inland zur Drohnenabwehr eingesetzt werden? Daniel Günther sieht angesichts aktueller Bedrohungen Handlungsbedarf. Und zieht eine Änderung des Grundgesetzes in Erwägung.
dpa |
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Angesichts der aktuellen Bedrohungslage sollten die Kompetenzen von Bund und Ländern noch stärker gebündelt werden, sagt Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU). (Archivbild)
Angesichts der aktuellen Bedrohungslage sollten die Kompetenzen von Bund und Ländern noch stärker gebündelt werden, sagt Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU). (Archivbild) © Frank Molter/dpa
Kiel

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) hat sich angesichts der Bedrohungslage durch Drohnen dafür ausgesprochen, dass Bundeswehreinsätze auch im Inneren ermöglicht werden sollten. "Weil man bei Drohnen kaum unterscheiden kann, ob es sich um eine außenpolitische oder innenpolitische Bedrohung handelt. Und deswegen, glaube ich, müssen wir auch über eine Änderung des Grundgesetzes sprechen, und ich hoffe auch, dass wir da zu Ergebnissen kommen", sagte Günther dem Deutschlandfunk.

Generell sei er davon überzeugt, dass beim Thema äußere und innere Sicherheit die strikte Trennung zwischen Bund und Ländern nicht mehr zeitgemäß sei. Stattdessen sollten angesichts der aktuellen Bedrohungslage die Kompetenzen von Bund und Ländern noch stärker gebündelt werden. 

Günther: Es ist wichtig, mit der besten Technik ausgerüstet zu sein 

Man merke bei den Drohnen, dass Profis am Werk sind. "Und so professionell, wie das gemacht ist, kann man sich kaum vorstellen, dass da nicht auch eine staatliche Infrastruktur dahintersteckt." Deshalb sei es wichtig, mit der besten Technik ausgerüstet zu sein. "Und das geht nur im Schulterschluss zwischen Bund und Ländern."

Die Drohnen-Diskussion hat in den vergangenen Tagen Fahrt aufgenommen, nachdem am Flughafen Leipzig/Halle am späten Dienstagabend in der Nähe ukrainischer Transportflugzeuge eine mit Sprengstoff und Zünder bestückte Drohne entdeckt und von einem Mitarbeiter zum Absturz gebracht worden war. Ein infolge der Sperrung kurz danach durchstartendes Flugzeug kollidierte mit einem unbekannten kleineren Flugobjekt, möglicherweise einer zweiten Drohne.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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