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Grundrente: Mücke statt Elefant

Die AZ-Nachrichtenredakteurin Lisa Marie Albrecht über die Grundrente.
| Lisa Marie Albrecht
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Folgendes Sprichwort fällt einem hier spontan ein: Aus einer Mücke einen Elefanten machen - also eine kleine Sache zu einer großen aufbauschen. Mit der Grundrente verhält es sich genau anders herum. Aus dem hehren Ziel, Menschen im Alter nicht in die Grundsicherung zu schicken, ist durch koalitionsinterne Grabenkämpfe ein abgespecktes Bürokratiemonsterchen geworden.

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Statt ursprünglich drei bis vier Millionen Rentner profitieren nur noch 1,3 Millionen. Und das nur, wenn sie sich einer Einkommensprüfung unterziehen, die auch Wohlhabendere begünstigt, da sie Haus- und Grundbesitzer bevorteilt. Das Ganze für im Schnitt 75 Euro Zuschlag - ganz zu schweigen davon, dass die geplante Finanztransaktionssteuer, die das Projekt tragen sollte, in weiter Ferne liegt und erneut der Steuerzahler gefragt ist.

Ist die Grundrente also schon gescheitert? Nein. Doch die kommende Regierung muss dringend nachbessern. In der jetzigen Form bleibt das wahrhaft elefantöse Problem der Altersarmut bestehen.

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