Kommentar

Gerangel um Reiserückkehrer: Corona-Déja-vu

Der Berlin-Korrespondent über das Rückkehrer-Gerangel.
| Torsten Henke
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Was für ein Durcheinander. Erst heißt es, die Testpflicht für Reiserückkehrer komme am 11. September, was tatsächlich irrwitzig gewesen wäre, denn da ist der Sommerurlaub gelaufen. Dann verkündet Markus Söder, es gehe schon am 1. August los, was die Bundesregierung prompt dementiert.

Es kommt einem vor wie ein Déjà-vu: Ein Jahr ist vergangen seit dem ersten Corona-Sommer, doch es werden noch immer dieselben Debatten geführt. Als habe man in all der Zeit nichts gelernt.

Reiserückkehr: Vorgabe an Grenzen lässt sich nicht kontrollieren

Wie damals scheint die Politik völlig überrumpelt von der Rückkehrer-Thematik. Statt nach einem vorbereiteten Krisenplan vorzugehen, weil es ja absehbar war, dass die Infektionszahlen wieder steigen werden, wird nun über die Testpflicht für alle Rückkehrer aus dem Ausland gestritten.

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Dabei lässt sich eine solche Vorgabe an den Grenzen gar nicht kontrollieren, allenfalls stichprobenartig. Es ist noch nicht einmal klar, ob Verstöße geahndet werden können. Bund und Länder torkeln in den zweiten Corona-Herbst hinein, als wäre es der erste. Wen wundert es da, dass immer mehr Bürger an der Problemlösungskompetenz der Politik zweifeln?

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