G20-Krawalle: Irgendwie Blankenese

Politik-Vize Clemens Hagen über die Krawalle beim G20-Gipfel.
| Clemens Hagen
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Die Krawall-Nächte von Hamburg sind ein Ergebnis falscher Toleranz, meint AZ-Redakteur Clemens Hagen.
AZ/dpa Die Krawall-Nächte von Hamburg sind ein Ergebnis falscher Toleranz, meint AZ-Redakteur Clemens Hagen.

Die Rote Flora, das selbst ernannte Autonome Zentrum im Hamburger Schanzenviertel, ist bereits seit 1988 besetzt von Linken. Die bunte Fassade mit ihren unzähligen Graffiti zählt längst zu den Touristenattraktionen der Hansestadt, so wie Jungfernstieg und Landungsbrücken. Die Flora war und ist der Nukleus für den lokalen Widerstand gegen das Establishment - egal, in welcher Form sich dieses gerade zeigt. Das historische Gebäude umweht linke Romantik irgendwo zwischen Karl Marx, Che Guevara und RAF.

Beim G20-Gipfel wurde offenkundig, dass die jahrzehntelange Toleranz gegenüber den Hausbesetzern ein schwerer Fehler war - begangen von sozial- wie christdemokratischen Bürgermeistern gleichermaßen. Sollte jemand an dieser Tatsache zweifeln, so lese er einmal genüsslich das Zitat von Andreas Beuth, dem Anwalt der Roten Flora, das er am Samstagabend im ARD-"Brennpunkt" zu den Ausschreitungen zum Besten gab: "Wir als Autonome und ich als Sprecher der Autonomen haben gewisse Sympathien für solche Aktionen, aber bitte doch nicht im eigenen Viertel, wo wir wohnen. Also warum nicht irgendwie in Pöseldorf oder Blankenese?"

Eskalation im Schanzenviertel: Die Hölle von Hamburg!

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