G20-Finanzminister beschließen globale Steuerreform

Der Bundesfinanzminister spricht von einem "großen geschichtlichen Moment". Immerhin 131 Staaten haben den Plänen für eine globale Steuerreform zugestimmt. Betroffen sind unter anderem große Digitalkonzerne.
| dpa
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Olaf Scholz, Bundesfinanzminister und SPD-Kanzlerkandidat, während eines Interviews am Rande des G20-Gipfels in Venedig.
Olaf Scholz, Bundesfinanzminister und SPD-Kanzlerkandidat, während eines Interviews am Rande des G20-Gipfels in Venedig. © Luca Bruno/AP/dpa
Venedig

Die Finanzminister der großen Industrie- und Handelsstaaten haben nach Angaben von Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) eine globale Steuerreform mit Mindeststeuern für große Unternehmen beschlossen.

Scholz sprach am Samstag beim Treffen mit seinen G20-Amtskollegen in Venedig von einem "großen geschichtlichen Moment". "Die G20-Staaten haben sich jetzt hier darauf verständigt, dass sie eine neue Ordnung der internationalen Besteuerung miteinander vereinbaren wollen", sagte er. Am Ende der Minister-Debatte habe es Szenenapplaus gegeben.

Auf Arbeitsebene haben bereits 131 Staaten weltweit den Plänen zugestimmt. Die Mindeststeuer von 15 Prozent soll verhindern, dass Unternehmen ihren Sitz in Niedrigsteuerländer verlagern und die Staaten ihre Unternehmensteuern im Wettbewerb gegeneinander immer weiter senken. Außerdem sollen internationale Unternehmen künftig nicht nur in ihrem Heimatland Steuern zahlen, sondern auch da, wo sie gute Geschäfte machen. Das betrifft unter anderem große Digitalkonzerne, die bisher oft insgesamt nur wenig Steuern zahlen.

© dpa-infocom, dpa:210710-99-332738/2

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