Freie Union gegründet: Pauli lässt sich zur Parteichefin wählen

Gabriele Pauli hat ihre eigene Partei: Die Freie Union (FU) wurde am Sonntag auf einer Versammlung mit Hunderten Bürgern in München gegründet. Zugleich stellte Pauli, die für den Bundestag kandidieren will, ihr sechsseitiges Programm vor.
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Gabriele Pauli bei der Gründungsversammlung im Münchner Hofbräukeller
AP Gabriele Pauli bei der Gründungsversammlung im Münchner Hofbräukeller

MÜNCHEN - Gabriele Pauli hat ihre eigene Partei: Die Freie Union (FU) wurde am Sonntag auf einer Versammlung mit Hunderten Bürgern in München gegründet. Zugleich stellte Pauli, die für den Bundestag kandidieren will, ihr sechsseitiges Programm vor.

Gabriele Pauli, die ehemalige Fürther Landrätin, CSU-Rebellin und Spitzenkandidatin der Freien Wähler bei der Europawahl, hatte zur Gründung der Partei aufgerufen. Die Politikerin kündigte an, selbst als Parteivorsitzende zu kandidieren.

Paulis sechsseitiges Parteiprogramm fordert unter anderem die Direktwahl von Kanzler und Ministerpräsidenten. Zudem will sie die Landtage mit Teilzeitpolitikern besetzen. Zur Ehe schlägt Pauli vor, sie nicht mehr automatisch mit gegenseitigen rechtlichen Verpflichtungen zu verknüpfen. Jeder könne dies stattdessen bei der Hochzeit selbst vertraglich regeln. Daneben enthält Paulis Programm Kritik am Bildungs- und Gesundheitssystem.

Pauli hatte die Gründung ihrer Partei vor zwei Wochen, direkt nach der Europawahl angekündigt, bei der sie als Spitzenkandidatin der Freien Wähler angetreten war. In Folge dessen war sie vergangenen Dienstag von den Freien Wählern aus deren Fraktion im bayerischen Landtag ausgeschlossen worden. (dpa)

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