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Flüssiggas-Deal mit den USA: Kein Grund zum Jubeln

Der AZ-Korrespondent über den Flüssiggas-Deal mit den USA.
| Marcus Sauer
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Dass der russische Präsident Wladimir Putin sich sein Erdgas künftig in Rubel bezahlen lassen will, zeigt: Er ist fest entschlossen, Energie als Waffe einzusetzen - und es ist nicht auszuschließen, dass er Deutschland und Europa zumindest zeitweise den Hahn zudreht.

Da ist es eine gute Nachricht, dass US-Präsident Joe Biden der EU zugesagt hat, Milliarden Kubikmeter Flüssiggas nach Europa zu liefern. Und auch Wirtschaftsminister Robert Habeck konnte am Freitag Fortschritte in dem Bestreben verkünden, sich aus der russischen Umklammerung zu befreien.

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Was allerdings nicht über einige Wermutstropfen hinwegtäuschen kann: Die zusätzlichen Importe aus den USA machen, sofern sie überhaupt zustande kommen und die nötigen Transportkapazitäten zur Verfügung stehen, in diesem Jahr nur etwa ein Zehntel des aus Russland importieren Gases aus.

Außerdem: Statt des Pipeline-Gases bringen demnächst mit Schweröl betriebene Supertanker LNG-Gas vom Golf und Fracking-Gas aus den USA nach Europa. Ein Grund zum Jubeln ist das wahrlich nicht. Gewiss auch nicht für den grünen Klimaschutz-Minister.

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