Fall Ann Widdecombe: Neuer Mordverdächtiger festgenommen

Die Brexit-Politikerin wurde tot in ihrem Haus im Dartmoor aufgefunden. Ein vermeintlicher Fahndungserfolg stellte sich als falsche Fährte heraus. Nun gibt es einen neuen Verdächtigen.
dpa |
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Ann Widdecombe galt als streitlustig. (Archivfoto)
Ann Widdecombe galt als streitlustig. (Archivfoto) © Jonathan Brady/PA Wire/dpa
London

Im mutmaßlichen Mordfall um die britische Brexit-Ikone Ann Widdecombe gibt es einen neuen Verdächtigen. Nachdem ein 26 Jahre alter Mann wieder auf freiem Fuß gelassen werden musste, steht nun ein 28-Jähriger im Fokus der Ermittlungen. Der weiße britische Mann sei an einer Wohnadresse in der Grafschaft South Yorkshire in Nordengland festgenommen worden, teilte die Devon and Cornwall Police mit. Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund gebe es aber weiterhin nicht, so die Mitteilung weiter. Was als mögliches Tatmotiv infrage kommt, war zunächst unklar.

Der rätselhafte Fall hält derzeit Großbritannien in Atem. Die 78 Jahre alte frühere Abgeordnete und beinharte Brexit-Befürworterin Widdecombe war in ihrem Haus im Dartmoor in der Grafschaft Devon tot aufgefunden worden. Ihre Leiche wies schwere Verletzungen auf. Die Polizei ermittelt wegen Mordes.

Widdecombe vertrat ultrakonservative Ansichten

Widdecombe war jahrelang Abgeordnete für die Konservativen im britischen Unterhaus und saß schließlich als überzeugte Befürworterin des EU-Austritts für die Brexit-Partei von Brexit-Vorkämpfer Nigel Farage als Abgeordnete im Europäischen Parlament. Später war sie Sprecherin der Nachfolgepartei Reform UK. Die zum Katholizismus übergetretene Politikerin vertrat zudem ultrakonservative Ansichten. So forderte sie etwa die Wiedereinführung der Todesstrafe, sprach sich gegen die gleichgeschlechtliche Ehe und die Selbstbestimmung von Transpersonen über deren Geschlecht aus. 

Auch im britischen Unterhaltungsfernsehen war Widdecombe keine Unbekannte: So trat sie etwa bei der Tanzshow "Strictly Come Dancing" und bei "Celebrity Big Brother" auf.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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