Dobrindt: Neues Zentrum soll zu Drohnensicherheit forschen

Spätestens nach dem Drohnenfall auf dem Flughafen Leipzig/Halle ist die Politik alarmiert. Ein neues Zentrum soll dafür sorgen, dass sich Deutschland künftig besser gegen Drohnen wehren kann.
dpa |
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Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) will die Forschung zur Drohnensicherheit ausbauen. (Archivbild)
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) will die Forschung zur Drohnensicherheit ausbauen. (Archivbild) © Hendrik Schmidt/dpa
Berlin

Nach dem Fund einer Drohne mit Sprengstoff auf dem Flughafen Leipzig/Halle will Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) die Forschung zur Drohnensicherheit ausbauen. "Das Wettrüsten der Drohnentechnologie erfordert eigene Forschungseinheiten, um Schritt halten zu können", sagte er der "Bild am Sonntag". Demnach soll am 18. August am Testflughafen des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Cochstedt in Sachsen-Anhalt eine Forschungseinrichtung für Drohnensicherheit errichtet werden.

"Gemeinsam mit dem DLR errichten wir mit dem neuen Technologiezentrum eine bundesweit einzigartige Einrichtung, in der innovative Technologien für die Drohnensicherheit in Reallaboren erforscht, entwickelt und erprobt werden", sagte Dobrindt. Ziel sei es, wissenschaftliche Exzellenz, technologische Innovation und Anforderungen der Sicherheitsbehörden zusammenzuführen.

Am Flughafen Leipzig/Halle war am späten Dienstagabend in der Nähe ukrainischer Transportflugzeuge eine mit Sprengstoff und Zünder bestückte Drohne entdeckt und von einem Mitarbeiter zum Absturz gebracht worden. Ein infolge der Sperrung kurz danach durchstartendes Flugzeug kollidierte mit einem unbekannten kleineren Flugobjekt, möglicherweise einer zweiten Drohne.

"Tägliches Ziel hybrider Kriegsführung"

Dobrindt sprach kurz darauf von einem "hybriden" Angriff "fremder Mächte". Der "Bild am Sonntag" sagte er nun: "Das spürbare strategische Ziel fremder Mächte ist es, uns politisch und gesellschaftlich zu bezwingen. Verunsicherung, das Schüren von Ängsten, Destabilisierung sind Wesensmerkmal hybrider Attacken." Darauf müsse sich Deutschland weiter einstellen. 

"Wir befinden uns nicht im Krieg, aber wir sind tägliches Ziel hybrider Kriegsführung", sagte der Minister. "Spionage, Sabotage, Cyberangriffe oder verdeckte Aktionen fremder Mächte mit dem Ziel, Deutschland zu destabilisieren oder direkt Schaden zuzufügen, sind ständige Realität."

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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