Digitalminister gegen Mindestalter für soziale Medien

Bundeskanzler Merz befürwortet eine Social-Media-Sperre für Menschen unter 16 Jahren. Bayerns Digitalminister Mehring ist dagegen: Es gebe Sinnvolleres als Verbote.
dpa |
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Ein Social-Media-Verbot für Bürger unter 16 Jahren? Bayerns Digitalminister Fabian Mehring (Freie Wähler) spricht sich dagegen aus. (Archivbild)
Ein Social-Media-Verbot für Bürger unter 16 Jahren? Bayerns Digitalminister Fabian Mehring (Freie Wähler) spricht sich dagegen aus. (Archivbild) © Sven Hoppe/dpa
München

Der bayerische Digitalminister Fabian Mehring (Freie Wähler) hat sich gegen ein Mindestalter für Teilnehmer von sozialen Medien ausgesprochen. "Gesellschaftliche Herausforderungen verschwinden nicht durch pauschale Verbote", erklärte er.

Damit widersprach er Bundeskanzler und CDU-Chef Friedrich Merz, der sich vor dem anstehenden Parteitag der Christdemokraten für eine gesetzliche Altersgrenze von 16 Jahren und eine zwingende Altersüberprüfung ausgesprochen hatte. Die junge Generation brauche "keinen schützenden Kokon, sondern Kompetenz und Orientierung". Junge Menschen müssten daher vor allem in ihrer Medienkompetenz gestärkt werden. Verbote würden die "Lebenswirklichkeit der Digital Natives" ignorieren.

Merz hatte in dem Politik-Podcast "Machtwechsel" gesagt, er habe "viel Sympathien" für ein Verbot. Übermäßiger Konsum sozialer Medien würde "Persönlichkeitsdefizite und Probleme im Sozialverhalten" bei jungen Menschen fördern.

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4 Kommentare
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  • sircharles am 19.02.2026 16:39 Uhr / Bewertung:

    Solche Leute sind Minister, unglaublich!

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  • HanneloreH am 19.02.2026 09:38 Uhr / Bewertung:

    Man sollte keine Politiker mehr fragen. Die haben doch alle keine Ahnung mehr was im normalen Leben los ist.
    Natürlich brauchen wir diese Altersbeschränkung, zum Schutz für die Kinder

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  • JENZZ am 18.02.2026 19:51 Uhr / Bewertung:

    Herr Mehring macht leider keine brauchbaren Angebote, wie er die offensichtlich erkennbaren Gefahren (nicht nur) für Jugendliche einschränken oder vermeiden will. Der Ansatz mit Medienkompetenz funktioniert dann, wenn man die Konsumenten mit Vernunft und Besonnenheit gut ansprechen kann. Jugendliche werden insbesondere von Medien stark in ihren Gefühlen und Befindlichkeiten angesprochen, so dass rationales Verhalten die Ausnahme bleibt. Zumal die Netzwerke stark auf den Faktor Sucht setzen. An anderer Stelle kommt man auch nicht auf die Idee, Jugendliche aktiv mit Alkohol oder Nikotin zu konfrontieren und den Konsum mit Vernunft oder dem
    Erwerb von Kompetenz zu begleiten. Einmal infiziert wird es zumeist schwer, wieder davon loszukommen. ca. 10 Millionen Mitbürger mit auffälligem Trinkverhalten beim Alkohol sprechen eine klare Sprache.

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